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Eberswalder kämpfen gegen Schließung ihres Bahnwerkes

Nun haben die DB-Mitarbeiter eigene Ideen entwickelt, wie der Standort im Barnim zukunftsfähig werden kann.

Einige der Protestierenden hatten sich als Totengräber verkleidet.
Paul Zinken Einige der Protestierenden hatten sich als Totengräber verkleidet.

Rund 230 Mitarbeiter des Instandhaltungswerks der Deutschen Bahn in Eberswalde (Barnim) haben am Mittwoch gegen die Schließungspläne für ihr Werk protestiert. Nach einer Betriebsversammlung in Eberswalde fuhren sie nach Berlin, wo die Betriebsräte des Konzerns mit Bahnchef Rüdiger Grube konferierten. „Die Mitarbeiter nehmen die Schließung nicht hin“, sagte Bernd Fröhlich, Geschäftsstellenleiter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Brandenburg.

Von den Schließungsplänen, die auch dem Bahnwerk in Zwickau (Sachsen) gelten, sind 570 Beschäftigte betroffen. Ihnen sollen andere Jobs angeboten werden. Die Bahn will die Schließung, da die Instandhaltung von Güterwaggons rückläufig sei.

Nach Worten von Fröhlich zogen die Demonstranten mit Holzkreuzen und einem Sarg in den Konferenzraum. Vertreter der Belegschaften sprachen. Laut Fröhlich hörte sich Grube die Arbeiter an. Er hätte versichert, Alternativen zur Schließung zu prüfen.

Am Dienstagabend ist in Eberswalde (Barnim) eine Resolution zum Erhalt des Werkes verabschiedet worden. Die Unterzeichner fordern die Rücknahme der Schließungspläne. „Der Standort Eberswalde ist von enormer Bedeutung für die Wertschöpfung in der Region“, hieß es in dem Schreiben, das auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gerichtet ist. Angeregt wird, das Werk zu einem Kompetenzzentrum für Kesselwagen umzustrukturieren.