Nach dem Hochwasser:

Elbe-Deichabschnitte saniert

Jedes große Hochwasser bedeutet eine Zitterpartie für die Stadt Mühlberg im Süden Brandenburgs. Doch der Deichbau macht dort Fortschritte. Jetzt wird noch eine Rückzugsfläche gebaut.

Das Gelände des Bootshauses in Mühlberg während der Überflutung durch das Elbe-Hochwasser Anfang Juni.
Bernd Settnik Das Gelände des Bootshauses in Mühlberg während der Überflutung durch das Elbe-Hochwasser Anfang Juni.

Mit sanierten Deichen wird die Stadt Mühlberg (Elbe-Elster) besser gegen Hochwasser geschützt. Umweltministerin Anita Tack (Linke) übergab am Mittwoch die ersten beiden fertigen Deichabschnitte in der Nähe des Ortsteils Köttlitz. Für 3,5 Millionen Euro wurden dort 450 Meter Deich saniert und auf 750 Metern Länge ein Damm auf einer neuen Trasse errichtet. Zugleich entsteht dort eine 180 Hektar große Überflutungsfläche. Weitere Deichabschnitte sollen bei Mühlberg in den nächsten fünf Jahren gebaut werden. Die Arbeiten kosten 22 Millionen Euro.

Mühlberg war im August 2002 und im Juni dieses Jahres nur knapp einer Flutkatastrophe entgangen. Die Kleinstadt musste beide Male evakuiert werden. Doch die durch Sandsäcke verstärkten Dämme hielten dem Druck der Wassermassen stand. Der tagelange Abwehrkampf Tausender Bewohner und ihrer Helfer begründete das „Wunder von Mühlberg“.