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Endspurt bei der Spargelernte

Die Landwirte in Brandenburg sind mit der Ernte bisher zufrieden – obwohl das Wetter zeitweise nicht mitspielte. Bundesweit konnten wohl auch die Kunden zufrieden sein, angesichts des Preises.

Der weiße Spargel hat eine treue Fangemeinde. Aber der grüne Spargel, der kleine Bruder, holt auf.
Ralf Hirschberger Der weiße Spargel hat eine treue Fangemeinde. Aber der grüne Spargel, der kleine Bruder, holt auf.

Die Brandenburger Spargelbauern sind kurz vor Ende der Saison zufrieden mit der diesjährigen Ernte. „Die ersten Reaktionen aus den Betrieben sind positiv”, sagte Jürgen Schulze, Geschäftsführer des Verbandes Ostdeutscher Spargel- und Beerenobstanbauer, auf Anfrage.

Es sei auf jeden Fall eine außergewöhnlich lange Saison gewesen, sagte er. So früh wie in diesem Jahr sei das Edelgemüse im Land noch nie gestochen worden. Das Wetter habe dann aber zeitweise nicht mitgespielt. Nach Beginn der Spargel-Ernte hatte es im April einen Kälte-Einbruch gegeben. Mit der Sonne und den wärmeren Temperaturen im Mai habe die Ernte dann aber richtig an Fahrt gewonnen, sagte Schulze. „Die Qualität des Gemüses war gut”, sagte er.

Die Nachfrage der Kunden nach dem regional geernteten Gemüse konnte nach den Angaben gut bedient werden. Die Vermarktungsstrategien – Verkauf im Hofladen, über eigene Stände oder den Handel – seien gut organisiert.

Bundesweit lagen die Preise für ein Kilogramm Spargel zwischen April und Juni nach Angaben der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft in Bonn um 6,98 Euro. Im Vorjahreszeitraum seien es noch 7,17 Euro gewesen. Angaben zu den Verkaufspreisen der märkischen Spargelbauern liegen erst nach dem Ende der Ernte vor.

2016 wurde zwischen Oder und Elbe auf 4400 Hektar Spargel geerntet. Gestochen wurden 19 600 Tonnen – soviel noch nie seit 1991. Die Saison für das Edelgemüse endet traditionell am 24. Juni, dem Johannistag. Die Pflanzen können sich dann bis zum nächsten Jahr ausreichend erholen.