Klappe 2015:

Erfolgreiches Jahr für Filmstandort

Claire Danes machte monatelang die Region unsicher, um die US-Serie „Homeland“ zu drehen. Für die Region Berlin-Brandenburg war das nicht das einzige Prestigeprojekt. Und die nächsten sind schon in Planung.

An hochgerechnet 4700 Tagen wurde in der Region Berlin-Brandenburg gedreht – in einem Jahr.
Ralf Hirschberger An hochgerechnet 4700 Tagen wurde in der Region Berlin-Brandenburg gedreht – in einem Jahr.

Der Filmstandort Berlin-Brandenburg hat nach Angaben des Medienboards ein „bombastisches“ Jahr hinter sich. An hochgerechnet 4700 Tagen sei im vergangenen Jahr in der Region gedreht worden – „was zeitweise zu komplett ausgebuchten Studios und Filmcrews führte“, wie die Fördergesellschaft mitteilte. Das sei ein Rekord. 25,6  Millionen Euro flossen in die Filmförderung.

Ein Highlight: Die fünfte Staffel der US-Serie „Homeland“ wurde fast sechs Monate lang in der Hauptstadtregion gedreht. Es entstanden auch die noch unveröffentlichte Bestseller-Verfilmung „Tschick“ von Fatih Akin, der Film „Bibi & Tina 3“ und „Axolotl Blockbuster“ nach dem Roman von Helene Hegemann. „Der Filmstandort gehört zu den international beliebtesten Drehorten für Filme und Serien“, teilte das Medienboard mit. Davon profitiere auch die regionale Wirtschaft.

Das erwartet Film-Fans in diesem Jahr

Allein die Produktion von Spielfilmen und Serien bringe Unternehmen in der Region sechs Mal so viel ein, wie die Projekte an Filmförderung bekommen hätten, erklärte eine Sprecherin. Das hätten Zahlen der Landesbank ergeben. Und was erwartet uns 2016? Im Kino läuft „Das Tagebuch der Anne Frank“ an, das schon auf der Berlinale Premiere feiern soll, und der Film „Cro – Don‘t Believe The Hype“ über den Rapper mit der Panda-Maske. Insgesamt hätten im vergangenen Jahr 33,9 Millionen Besucher deutsche Filme angesehen, teilte das Medienboard mit. Ganz vorn lag „Fack Ju Göhte 2“ mit mehr als 7,5 Millionen Besuchern.

In diesem Jahr will die Fördergesellschaft Florian Henckel von Donnersmarcks „Werk ohne Autor“ unterstützen, in dem ein junger Künstler seine Erlebnisse aus den NS- und SED-Diktaturen verarbeiten soll. Geld gibt es auch für die Gaunerkomödie „Vier gegen die Bank“ von Regisseur Wolfgang Petersen, der unter anderem Til Schweiger, Matthias Schweighöfer und Michael „Bully“ Herbig vor die Kamera holt.

Sechs Oscar-Nominierungen für Agenten-Thriller

Das Medienboard ist eine Fördergesellschaft der Länder Berlin und Brandenburg. Im vergangenen Jahr unterstützte sie zum Beispiel die Produktion des Agenten-Thrillers „Bridge of Spies“ von Star-Regisseur Steven Spielberg. Der Film wurde vom Studio Babelsberg koproduziert und ist bei der geplanten Oscar-Verleihung Ende Februar sechs Mal nominiert.

Unter den Nominierten ist auch Bernhard Henrich in der Kategorie „Production Design“ für Spielbergs Agententhriller. Henrich, der in Babelsberg arbeitet, zählt in Europa zu den Führenden seiner Zunft. An 34 Filmen war er beteiligt – darunter Blockbustern wie „Monuments Men“ von Regisseur George Clooney, „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“ mit Tom Cruise und „Die Bourne Verschwörung“ mit Matt Damon.

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