Wegen Nazi-Vergleichen:

Ermittlungen gegen CDU-Politiker

Ein Wachmann vor dem Potsdamer Landtag fühlt sich beleidigt: Der Abgeordnete Sven Petke soll ihn mit Nazis in Verbindung gebracht haben. Jetzt untersucht die Staatsanwaltschaft den Vorfall.

Könnte Ärger bekommen: der CDU-Landtagsabgeordnete und frühere Generalsekretär der Partei.
Patrick Pleul Könnte Ärger bekommen: der CDU-Landtagsabgeordnete und frühere Generalsekretär der Partei.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen den CDU-Landtagsabgeordneten und früheren Generalsekretär der Partei, Sven Petke, wegen Beleidigung. Im Streit mit einem Wachmann des Landtages soll Petke am 28. August Bezüge zum „Dritten Reich“ und „SA-Verhältnissen“ hergestellt haben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam, Christoph Lange.

Zu der Auseinandersetzung gebe es mehrere Aussagen von Ohrenzeugen. Das Zitat „Du Nazi“ sei aber wohl nicht gefallen. Der Wachmann hatte den 45-jährigen CDU-Politiker angezeigt.

Laut einem Zeitungsbericht war Petke an dem Tag spät zur Landtagssitzung gekommen, wo die Wahl des neuen Ministerpräsidenten nach dem Rücktritt von Matthias Platzeck (SPD) auf der Tagesordnung stand. Als er keinen Parkplatz fand, habe ihn der Wachschützer in schwarzer Uniform vom Gelände schicken wollen, woraufhin es zu dem Wortgefecht gekommen sei. Petke sagte dazu am Donnerstag, er wisse nichts von der Anzeige gegen ihn. Zu dem Vorfall bemerkte er: „Das hätte besser klappen können. Es wurde niemand beleidigt.“

Lange zufolge wird es einige Zeit dauern, bis alle Zeugen zu dem Fall gehört worden sind. Es sei allerdings fraglich, ob jemals herausgefunden wird, was gesagt wurde.

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