Feierliche Immatrikulation:

Erstmals Medizinstudium in Brandenburg möglich

Die ersten 73 Studenten der neugegründeten Hochschule starten am Montag ins Sommersemester.

In den Ruppiner Kliniken finden praktische Übungen statt.
Bernd Settnik In den Ruppiner Kliniken finden praktische Übungen statt.

Die ersten 73 Studenten der privaten neuen Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) sind am Freitag in Neuruppin (Ostprignitz- Ruppin) feierlich immatrikuliert worden. „Wir brauchen in unserem Land Ärztinnen und Ärzte zur Versorgung im ländlichen Raum“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in einem Grußwort. „Sie werden hier dringend gebraucht und wir bieten attraktive Bedingungen.“ Staatliche Hochschulen und andere Einrichtungen seien zudem daran interessiert, mit der Privat-Uni bei der medizinischen Forschung zusammenzuarbeiten. Brandenburg war bislang das einzige Flächenland ohne eine Medizin-Hochschule.

Mit dem Sommersemester beginnen am Montag 48 Studenten der Medizin und 25 Psychologiestudenten ihre Ausbildung auf dem Campus der Ruppiner Kliniken. Getragen wird die Universität von den Ruppiner Kliniken, dem Städtischen Klinikum Brandenburg/Havel und dem Herzzentrum der Immanuel Diakonie in Bernau (Barnim). Das Land zahlt keinerlei Zuschüsse.

Für die Studiengebühren von 115 000 Euro bekommen die Medizinstudenten ein Stipendium in Höhe von 80 000 Euro, wenn sie anschließend in einem Brandenburger Krankenhaus arbeiten. Die Initiatoren hoffen, so dem Ärztemangel vor allem auf dem Land wirksam begegnen zu können.