Lastwagen umgekippt:

Explosionsgefahr auf der A10

Ein Sattelzug geriet außer Kontrolle und stürzte auf die Mittelplanke. Die Ladung: 30 000 Liter Flüssiggas. Die Schnellstraße muss stundenlang gesperrt werden.

Die Bergung ist schwierig: Das Flüssiggas muss abgepumpt werden, doch der Sattelzug liegt auf den entsprechenden Ventilen.
Julian Stähle Die Bergung ist schwierig: Das Flüssiggas muss abgepumpt werden, doch der Sattelzug liegt auf den entsprechenden Ventilen.

Nach einem Tankerunfall auf dem westlichen Berliner Ring besteht Explosionsgefahr. Die Polizei hat um das Unglücksfahrzeug einen Sperrkreis von 200 Metern eingerichtet, teilte eine Behördensprecherin am Mittwoch mit. Nach Polizeiangaben kippte der Lastzug mit 30 000 Litern Flüssiggas am Mittwochmorgen an der Ausfahrt Berlin-Spandau aus unbekannter Ursache um und stürzte auf die Mittelleitplanke. Der 28-jährige Fahrer blieb unverletzt. Die A10 musste in beide Richtungen vollgesperrt werden.

Die Bergungsarbeiten dauerten mindestens bis in die Nachmittagsstunden, hieß es. Die 30 000 Liter müssten in einen anderen Tankzug abgepumpt werden. Dies gestalte sich aber sehr schwierig, da Zugmaschine und Tankauflieger so verkeilt seien, dass die Abpumpventile nicht erreichbar seien. Daher wurden zwei Schwerlastkräne angefordert, um das Unfallfahrzeug aufzurichten.

Aktualisierung 16.29 Uhr: Wie es von der Polizei hieß, werde die Autobahn zwischen Potsdam-Nord und Berlin-Spandau am Mittwoch noch bis in die Abendstunden gesperrt sein. Ein Umpumpen des Flüssiggases war bis dahin nicht möglich, da die entsprechenden Ventile bei Schräglage des Aufliegers automatisch verriegeln. Sie öffnen erst, wenn der Sattelzug aufgerichtet ist. Die Bergungsarbeiten dafür dauern an.