Grauwacke:

Extrem hartes Material aus Brandenburg

Einst gehörte der Koschenberg zu den höchsten Bergkuppen in der südlichen Niederlausitz. Doch der Hügel wird immer kleiner – denn was er zu bieten hat, ist für viele Vorhaben äußerst begehrt.

Ein Bagger fördert im Steinbruch Großkoschen sogenannte Grauwacke. Die Eigenschaften des Materials machen es unter anderem für bestimmte Bauvorhaben sehr beliebt.
Matthias Hiekel Ein Bagger fördert im Steinbruch Großkoschen sogenannte Grauwacke. Die Eigenschaften des Materials machen es unter anderem für bestimmte Bauvorhaben sehr beliebt.

Der Koschenberg am Senftenberger See ist kein gewöhnlicher Hügel. Sein Material ist nach Expertenmeinung besonders hart und zäh – es ist Grauwacke, die nicht nur bei Straßenbauern sehr gefragt ist. Ob für moderne Autobahnen, Straßen oder Supermärkte – der Bedarf an Grauwacke aus dem südbrandenburgischen Steinbruch unweit der sächsischen Landesgrenze ist groß. Sie ist auch außerhalb Deutschlands begehrt. Auch viele Schienenstränge verlaufen meist auf einem Grauwacke-Schotterbett vom Koschenberg.

Einmal pro Woche wird das Gestein aus dem Berg gesprengt und zerkleinert. Lastwagen und Bahnwaggons transportieren den begehrten Rohstoff von einem eigenen Gleisanschluss im Senftenberger Ortsteil Großkoschen (Oberspreewald-Lausitz) zu den Kunden. Bereits seit 1887 wird am Koschenberg Gestein abgebaut.

Inzwischen geht der Bedarf an Grauwacke zurück. Mindestens drei Jahrzehnte sollen die Grauwacke-Vorräte des Koschenbergs im aktuellen Abbaufeld noch reichen. Zum Schluss wird sich der Abbaukrater mit Wasser füllen. Neben dem Senftenberger See mit seinem Massentourismus würde sich ein weiteres Gewässer bilden.

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