Verkehr:

Fahrradstreifen auf der Landstraße werden getestet

Bei Neuruppin müssen Autofahrer und Radler jetzt besonders vorsichtig sein. Dort läuft ein bundesweites Modellprojekt.

Diese Radler sind auf einem der neuen Streifen auf einer Landstraße unterwegs.
Jens Büttner Diese Radler sind auf einem der neuen Streifen auf einer Landstraße unterwegs.

Markierte Fahrstreifen für Radfahrer sind bislang nur in Ortschaften und unter bestimmten Umständen erlaubt. Das könnte sich in Brandenburg künftig ändern. Die rot-rote Landesregierung könne sich in bestimmten Fällen mehr Sicherheit für Radfahrer durch Schutzstreifen auch außerorts vorstellen, erklärte Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Brandenburg beteiligt sich deshalb neben vier weiteren Ländern an dem Modellversuch „Schutzstreifen außerorts“.

In der Nähe von Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) können Radler und Autofahrer die neue Markierung seit etwa zwei Wochen testen. Auf der 1,7 Kilometer langen Probestrecke müssen Autofahrer und Radfahrer jetzt besonders vorsichtig sein. Die Fahrbahn auf der Strecke ist insgesamt nur 5,50 Meter breit, im Kurvenbereich rund 8 Meter. Für die Radler wurden laut Vogelsänger auf jeder Seite 1,25 Meter breite Schutzstreifen markiert. Der Platz für die Autofahrer wird also knapper. Sie dürfen jedoch bei Gegenverkehr auf den Fahrradstreifen ausweichen – sofern dies die Radler nicht behindert.

Das Projekt ist bis zum 31. Dezember 2014 befristet und wird bis dahin wissenschaftlich begleitet. Abhängig von den Erkenntnissen sollen die Fahrradschutzstreifen anschließend beibehalten oder wieder entfernt werden.

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