Herausforderung für Einsatzkräfte:

Feuer auf altem Truppenübungsplatz

In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Waldbrände wie in Brandenburg. Manchmal drohen sogar Explosionen.

Die Waldbrandgefahr ist inzwischen in allen Landkreisen hoch oder sehr hoch.
Patrick Pleul Die Waldbrandgefahr ist inzwischen in allen Landkreisen hoch oder sehr hoch.

Ein Waldbrand ist am Montag auf einem munitionsverseuchten Gelände in Jüterbog (Teltow-Fläming) ausgebrochen. Dies stelle die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen, sagte der Waldbrandschutz-Beauftragte des Landes, Raimund Engel. „Es könnte sein, dass es zu Explosionen von Munition und Munitionsresten kommt. Die Feuerwehrleute müssen sich daher auf gesicherte Linien zurückziehen. Die Sicherheit geht vor.“

Das Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Altes Lager“ sei am Nachmittag schon sehr früh entdeckt worden, doch erschwere der böige Ostwind die Löscharbeiten. „Das Feuer breitet sich rasant aus.“ Engel erläuterte aber auch, dass der Brand noch keine dramatischen Ausmaße habe. Auf dem Gelände brannte es in den vergangenen Jahren immer wieder.

Auch in Zesch am See (Teltow-Fläming) brach laut Angaben von Engel am Montag ein Waldbrand aus. Die Flammen waren demnach am Nachmittag unter Kontrolle. Zwei Hektar seien verbrannt. Nach Zählung des Waldbrandschutz-Beauftragten gab es dieses Jahr bis einschließlich Montag landesweit mindestens 58 Waldbrände.

Aktuell ist die Gefahrenlage in großen Teilen Brandenburgs weiterhin kritisch. In sieben Landkreisen galt am Montag die höchste Gefahrenstufe fünf, wie der Landesbetrieb Forst mitteilte. Betroffen seien der Südwesten sowie die Kreise Barnim und Märkisch-Oderland im Osten. In den verbleibenden sieben Landkreisen herrscht die zweithöchste Stufe vier. Auch in der Uckermark galt die Gefahrenstufe vier.