Länderübergreifende Kooperation:

Feuerwehren wollen öfter über Oder und Neiße

Schon seit Jahren vertiefen die Feuerwehrkräfte auf beiden Seiten der polnischen Grenze ihre Zusammenarbeit. Sie wollen jetzt noch stärker Hand in Hand arbeiten, um Menschenleben zu retten.

Gemeinsam löschen, üben und lernen. In Groß Gastrose (Spree-Neiße), im deutsch-polnischen Grenzgebiet, teilen sich Feuerwehrleute von dies- und jenseits der Neiße ein gemeinsames Haus.
Patrick Pleul Gemeinsam löschen, üben und lernen. In Groß Gastrose (Spree-Neiße), im deutsch-polnischen Grenzgebiet, teilen sich Feuerwehrleute von dies- und jenseits der Neiße ein gemeinsames Haus.

Bei Katastrophen und großen Bränden wollen deutsche und polnische Feuerwehren künftig häufiger Einsatzkräfte über die Grenze schicken. Das sieht eine neue Absichtserklärung von Brandenburg und der Wojewodschaft Lebus vor, wie das Brandenburger Innenministerium am Samstag in Potsdam mitteilte.

Zu dem Zweck wird spezielle Technik zum Zusammenschalten der beiden unterschiedlichen Funknetze angeschafft. Es sind aber auch Sprachkurse, mehr Einsatzübungen und gemeinsame Ausbildungen geplant. "Gefahrenlagen kennen keine Grenzen", sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange laut Mitteilung. "Deshalb ist es wichtig, dass polnische und deutsche Einsatzkräfte eng miteinander kooperieren."

Die vereinbarte Vertiefung schaffe mehr Sicherheit für die Menschen auf beiden Seiten der Oder, betonte Lange. Damit werde der vor rund zehn Jahren eingeschlagene Weg der Zusammenarbeit fortgesetzt. "Die Hilfe der polnischen Feuerwehr im Hochwassereinsatz 2013 an der Schwarzen Elster und die Unterstützung Brandenburger Einsatzkräfte nach einer Explosion auf dem Markt von Osinów Dolny im Jahr 2012 sind Beispiele dafür, dass die Zusammenarbeit nicht nur auf dem Papier besteht."

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