Wiedereröffnung nach eineinhalb Jahren:

Filmmuseum meldet sich zurück

Lange mussten Film-Fans warten, dass die Einrichtung wieder ihre Pforten öffnet. Das hat nun ein Ende. Am Wochenende wird das Museum wieder eröffnet – mit neuen Ausstellungen und frischen Ideen.

Erste Blicke waren unter anderem auf verschiedene "Drehorte" zu erhaschen. Hinzu kommt die Ausstellung "Die Abenteuer des jungen Marco Polo".
Bernd Settnik Erste Blicke waren unter anderem auf verschiedene "Drehorte" zu erhaschen. Hinzu kommt die Ausstellung "Die Abenteuer des jungen Marco Polo".

Ein halbes Jahr später als geplant meldet sich das Filmmuseum Potsdam zurück. Am Sonnabend wird es mit der neuen Familienausstellung „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ eröffnet. Die Schau für rund 300 000  Euro basiert auf der gleichnamigen TV-Animationsserie, von denen der Kinderkanal Kika seit Mitte Oktober alle 26 Folgen zeigt. Sie ergänzt ein Jahr die Dauerausstellung zur über 100-jährigen Filmgeschichte in Babelsberg.

Das bereits 1981 zu DDR-Zeiten gegründete Haus eröffnet unter neuer Leitung: Die Filmwissenschaftlerin Ursula von Keitz (53) lehrt seit dem Wintersemester 2014/15 als Professorin an der Filmuniversität Babelsberg, zu der auch das Museum gehört. Durch diese Verbindung sollen Praxis und Forschung künftig enger verzahnt werden. Von Keitz will an den drei Säulen – Sammlung, Museum und Kino – festhalten. Vor allem die wechselnden Ausstellungen im Foyer sieht sie als einen Bereich, in dem Studierende der Filmuniversität ihr Können präsentieren können.

Dachschäden führten zu Verzögerung

Konkrete Pläne hat die gebürtige Regensburgerin, die unter anderem stellvertretende Direktorin des Deutschen Filminstituts DIF in Frankfurt/Main war, für künftige Wechselausstellungen. „Ich möchte das Thema Tanz und Film darstellen“, sagte sie.

Das Museum im einstigen königlichen Marstall war fast eineinhalb Jahre geschlossen. Rund 2,5 Millionen Euro hat die Sanierung die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten als Eigentümerin gekostet. Hintergrund war vor allem die Verbesserung des Brandschutzes. Schäden im Dach hatten jedoch zu Verzögerungen und Mehrkosten geführt – aus den veranschlagten 1,5 wurden rund 2,5 Millionen Euro.

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