Cottbus-Nord:

Förderbrücke in stillgelegtem Tagebau gesprengt

Die Braunkohleförderung in den ehemaligen Abbaugebiet war erst im Dezember eingestellt worden.

Die gesprengte Anlage in Cottbus-Nord stammte noch aus DDR-Zeiten und war 32 Jahre lang im Einsatz.
Patrick Pleul Die gesprengte Anlage in Cottbus-Nord stammte noch aus DDR-Zeiten und war 32 Jahre lang im Einsatz.

Im kürzlich stillgelegten Braunkohle-Tagebau Cottbus-Nord ist die Förderbrücke gesprengt worden. Die Sprengung am Donnerstagvormittag sei reibungslos verlaufen, berichtete eine Sprecherin des Energiekonzerns Vattenfall. Dabei seien 24 Kilogramm Sprengstoff an 150 Stellen eingesetzt worden. Nun müssten 2200 Tonnen Stahl weiter zerkleinert und abtransportiert werden.

Voraussichtlich vom Winter 2018/2019 bis 2024 soll Spreewasser in die Grube geleitet werden. Dort soll dann Brandenburgs größter künstlicher See, der Cottbuser Ostsee, entstehen. Der Tagebau war im Dezember planmäßig stillgelegt worden. Die Abraumförderbrücke F34 war nach Angaben von Vattenfall 32 Jahre lang in der Grube im Einsatz. Sie sei die letzte Förderbrücke ihrer Art gewesen.

Der schwedische Staatskonzern sucht derzeit einen Käufer für seine Braunkohle-Sparte in der Lausitz. Interessenten sind bis Mitte März aufgerufen, verbindliche Angebote abzugeben. Rund 8000 Menschen sind in dem Bereich beschäftigt.

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