Wegen Überproduktion:

Freie Wähler fordern Windkraftstopp

Die Speichertechnologie und Abnehmernetze sind nicht weit genug entwickelt – aus diesen Gründen fordert die Landtagsgruppe den Ausbaustopp bei Windrädern. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter.

Für die Gruppe BVB/Freie Wähler gibt es derzeit genug Windräder in Brandenburg.
Patrick Pleul Für die Gruppe BVB/Freie Wähler gibt es derzeit genug Windräder in Brandenburg.

Die Gruppe von BVB/Freie Wähler im Potsdamer Landtag hat einen Ausbaustopp für Windkraft in Brandenburg gefordert. Es gebe bereits jetzt an einzelnen Tagen eine Überproduktion von Windenergie, die nicht sinnvoll genutzt werden könne und nur für Kosten sorge, warnte die oppositionelle Gruppe am Dienstag. Zudem sei eine Speichertechnologie zu vertretbaren Preisen in den kommenden 15 Jahren kaum zu erwarten, hieß es weiter. Selbst bei optimalem Netzausbau werde es 2030 auch außerhalb Brandenburgs nicht genügend Abnehmer für märkischen Strom aus Windenergie geben.

Die Freien Wähler forderten auch, das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das die Förderung von Windenergie regelt, auslaufen zu lassen und durch den europäischen Emissionshandel zu ersetzen. Nach Angaben des Bundesverbands Windenergie waren Ende 2015 in Brandenburg fast 3500 Windräder installiert. Noch bis Anfang Juli läuft in Brandenburg ein Volksbegehren gegen Windkraftanlagen im Wald und für größere Mindestabstände zu Wohnsiedlungen.

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