Landes-Zentralversammlung:

Freie Wähler lehnen Kreisgebietsreform ab

Die Gruppierung im Landtag wendet sich insbesondere gegen Zwangsfusionen von Landkreisen.

Péter Vida ist Landeschef der Freien Wähler.
Bernd Settnik Péter Vida ist Landeschef der Freien Wähler.

Brandenburgs Freie Wähler lehnen die von der rot-roten Landesregierung geplante Kreisgebietsreform ab – am Sonnabend wollen sie ihren Widerstand auf ihrer Landes-Zentralversammlung in Potsdam zum Ausdruck bringen. Auf der Tagesordnung steht ein entsprechender Beschluss. Rund 100 Teilnehmer werden bei der Delegiertenversammlung der Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen (BVB)/Freie Wähler erwartet.

Der Sinn der Kreisgebietsreform sei nicht ersichtlich, sagte Landeschef Péter Vida im Vorfeld der Landes-Zentralversammlung. Er und zwei weitere Abgeordnete der BVB/Freien Wähler sitzen im Landtag. Gefordert werden sinnvolle Verwaltungsgrößen. Wichtig seien Dezentralisierung statt Zwangsfusionen und Zentralisierung, hieß es. Die Freien Wähler wollen zudem bei den Plänen eine stärkere Bürgerbeteiligung erreichen.

Bereits im Koalitionsvertrag hatten SPD und Linke sich 2014 dafür ausgesprochen, dass die derzeit 14 Landkreise und vier kreisfreien Städte auf maximal zehn Regionalverwaltungen reduziert werden sollen.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!