Zum Lenné-Jubiläum:

Freier Park-Blick in Potsdam

Am Dienstag wurde das Werk des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné als Unesco-Welterbe geehrt. Dazu gab es ein besonderes Geschenk.

Unter anderem die Sicht zum Flatowturm in Babelsberg wurde am Dienstag freigeschnitten.
Bernd Settnik Unter anderem die Sicht zum Flatowturm in Babelsberg wurde am Dienstag freigeschnitten.

Freier Blick in die Weite der Potsdamer Parklandschaft: Zur Würdigung des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné (1789-1866) ist seit Dienstag eine von ihm erdachte Sichtachse wieder erlebbar. Vom Neuen Garten über den Heiligen See bis zum Flatowturm in Babelsberg könne jetzt ungehindert geblickt werden, sagte Michael Rohde, Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

In diesem Jahr wird des 150. Todestages von Lenné gedacht. Vor 200 Jahren kam er als 26-jähriger Gartengehilfe aus dem Rheinland nach Potsdam. Dort wirkte er 50  Jahre als Gartendirektor. Der von ihm umgestaltete Park von Potsdam-Sanssouci ist heute Unesco-Welterbe.

Mit den Mitteln der Natur komponiert

Lenné nutzte die von Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) gegebene Chance zur Umgestaltung des zugewucherten und altmodischen Neuen Gartens. Jedoch waren seinen Plänen finanzielle Grenzen gesetzt, sagte Gerd Schurig, Kustos Gartendenkmalpflege. Räume, Wege und Uferbegrenzungen seien für ihn wichtige Gestaltungsmittel gewesen. Er komponierte weite Wiesenräume, die dazu verlockten, in die Ferne zu blicken.

„Er nahm sich die Natur zum Vorbild, versteckte das aber hinter seiner Kunst“, betonte Schurig. In der inszenierten Parklandschaft von etwa 100  Hektar sei nichts dem Zufall überlassen worden. Bänke beispielsweise haben noch heute den von Lenné vorbestimmten Platz. Von dort aus konnten Sichtachsen genossen werden, sagte Schurig.

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