Übeltäter auf dem Wasser:

Freizeit-Kapitäne fallen öfter unangenehm auf

Die Saison war kurz – doch die Polizei hatte allerhand zu tun. Brandenburgs Seen und Kanäle locken immer mehr Freizeitskipper. Die sind nicht immer fit, wenn es um Vorschriften geht.

Auch bei Booten überprüft die Polizei die Geschwindigkeit und korrektes Verhalten.
Bernd Settnik Auch bei Booten überprüft die Polizei die Geschwindigkeit und korrektes Verhalten.

Die Polizei verzeichnet mehr und mehr Verstöße von Freizeitskippern auf Brandenburgs Gewässern. In der diesjährigen Saison hat die Wasserschutzpolizei bis Ende September mehr als 23 600 Sportboote kontrolliert und dabei in knapp 4400 Fällen etwas zu beanstanden gehabt. Obwohl weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum (2012: 24 056) kontrolliert wurden, sei dies eine Steigerung um 7,5 Prozent, sagte Jan Müller von der Wasserschutzpolizei.

„Wir haben den Eindruck, dass der Freizeitverkehr weiter zugenommen hat“, berichtete Müller. Für die Polizei bedeutet dies mehr Arbeit, denn die Gewässer werden unsicherer: Obwohl die Saison bedingt durch den langen Winter und das Hochwasser relativ kurz war, gab es mehr Unfälle.

Weil Unkenntnis, Partylaune und Alkohol am Steuer auch Gefahren bergen, konzentriert die Polizei ihre Kontrollen auf die Freizeitschifffahrt. 75 Mal fielen dabei Skipper mit Alkohol auf, erklärte Müller. Bei den Berufskapitänen habe es neun Verfahren gegeben. Allerdings: Auch in der Berufsschifffahrt stellten die Beamten mehr Verstöße (318 Fälle) fest. Das entspricht einer Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – obwohl ebenfalls weniger Fahrzeuge kontrolliert wurden.

Spaß-Sport zu Wasser sorgt laut Polizei vermehrt für Beschwerden von Anwohnern. „Insbesondere im Raum Ketzin an der Havel beschweren sich Anwohner immer wieder über Lärm und unerlaubte Rennen“, sagte Müller. Um den Übeltätern auf die Schliche zu kommen, sei seine Behörde auf Hinweise der Bevölkerung angewiesen.

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