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Für Bierfans lohnt sich eine Fahrt nach Fürstenwalde

Das Stadtmuseum hat weit mehr Attraktionen, als es ausstellen kann. Einige spezielle Exponate sind nun dauerhaft im Alten Rathaus zu sehen.

Zur umfangreichen Sammlung gehören auch Trinkgefäße wie Krüge oder Gläser.
Patrick Pleul Zur umfangreichen Sammlung gehören auch Trinkgefäße wie Krüge oder Gläser.

Fürstenwalde, die bevölkerungsreichste Stadt im Landkreis Oder-Spree, hat eine neue Sehenswürdigkeit. Im Alten Rathaus ist am Donnerstag ein Brauereimuseum eröffnet worden. Zu den rund 50 Exponaten der Schau zählt beispielsweise eine Bierkrugsammlung. Der älteste Krug stamme aus dem 17. Jahrhundert, sagte Stadtmuseums-Chef Guido Strohfeldt.

Gezeigt würden auch eine Flaschensammlung sowie Handwerkszeug, das beispielsweise Böttcher zum Herstellen von Fässern benutzten. „Das lag bisher alles im Magazin des Stadtmuseums und war nicht zu sehen“, erklärte Strohfeldt.

Fürstenwalde war im Mittelalter nach Bernau die zweitgrößte Braustadt in Brandenburg. Es gab etliche Brauereien. Die Bierproduktion ist bis in das 15. Jahrhundert nachweisbar. Ende des 19. Jahrhunderts ließ sich ein Japaner in Fürstenwalde ausbilden. Er gründete später in Sapporo eine Brauerei, die nach der Fürstenwalder Rezeptur braute. Nach Jahrzehnten der Abstinenz können die Fürstenwalder nun auch in ihrer Stadt gebrauten Gerstensaft trinken. Die ebenfalls im Alten Rathaus befindliche private RHB Rathausbräu GmbH wurde im vorigen Jahr eröffnet.