Vorhandene Pädgagogen arbeiten länger:

Für Flüchtlingskinder gibt es nicht genug Lehrer

Erst seit einiger Zeit stellt das Land wieder mehr Lehrkräfte ein. Aber an bestimmten Schulen gibt es noch viele offene Stellen.

Vor allem in den Grundschulen sind Deutschlehrer gefragt, die den Neuankömmlingen die Sprache beibringen.
Jens Wolf Vor allem in den Grundschulen sind Deutschlehrer gefragt, die den Neuankömmlingen die Sprache beibringen.

Für die Tausenden Flüchtlingskinder im Land gibt es nach Angaben des Brandenburger Philologenverbandes nach wie vor viel zu wenig Lehrkräfte. Im vergangenen Jahr seien zwischen 5000 und 6000 Flüchtlingskinder in die Mark gekommen, die meisten von ihnen seien noch im Grundschulalter, sagte die Landesvorsitzende Kathrin Wiencek am Freitag bei einer Pressekonferenz im Landtag.

Von den zusätzlich bereitgestellten Planstellen seien erst rund 870 besetzt. „Das System funktioniert nur noch aufgrund des selbstlosen Einsatzes der Lehrkräfte“, mahnte sie. In Folge der Überlastung habe die Zahl der Erkrankungen von Lehrkräften bereits deutlich zugenommen. Besonders gefragt seien Lehrer für Deutsch als Fremdsprache, da den Kindern zunächst die Sprache beigebracht werden müsse, sagte die Gewerkschafterin. „Doch dieser Markt ist leer gefegt“, sagte sie. Hilfe käme allerdings aus Polen, weil dort nach einer Umstrukturierung des Schulsystems zahlreiche Lehrer entlassen worden seien. „Diese Kollegen haben ja im Nachbarland Deutsch als Fremdsprache unterrichtet“, erläuterte Wiencek.

„Viele Grundschulklassen sind sehr voll, die angestrebte Höchstzahl von 25 Kindern pro Klasse ist nicht zu halten“, mahnte die Gewerkschafterin. „Bei weiterem Zuzug von Flüchtlingen wird das System kollabieren.“

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