Gülpe ist einer der dunkelsten Orte Deutschlands:

Für Sternengucker lohnt ein Besuch im Westhavelland

Nicht weit von Berlin ist der kleine Ort Gülpe im Havelland ein Mekka für Astronomen.

Die Region um den Naturpark Westhavelland ist nur sehr dünn besiedelt.
Daniel Gammert Die Region um den Naturpark Westhavelland ist nur sehr dünn besiedelt.

Der Naturpark Westhavelland erwartet die Auszeichnung als Deutschlands erster internationaler Sternenpark. „Wir sind sehr optimistisch, dass es diesmal klappt“, sagt Nationalparkleiterin Kordula Isermann. Die Entscheidung der „International Dark Sky Association“ in den USA werde voraussichtlich Anfang Februar fallen. Die Region um Gülpe, nur 70 Kilometer westlich von Berlin gelegen, gilt unter Astronomen schon lange als einer der dunkelsten Orte Deutschlands. Für Sternengucker ist die Region geradezu ideal.

„Dort kann man dieses Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr bei klarem Wetter wunderbar die Winter-Milchstraße und das Sternenbild des Orion sehen“, sagte Astronom Andreas Hänel, Sprecher der deutschen Initiative „Dark Sky – Vereinigung der Sternenfreunde“. Der abnehmende Mond gehe in der Woche erst in der zweiten Nachthälfte auf.

Nach Angaben von Hänel wollen sich auch das Biosphärenreservat Rhön und der Naturpark Eifel um das Siegel „Sternenpark“ bewerben. „In der Rhön sind aber beleuchtete Skipisten und in der Eifel die Nähe zu Köln ein Problem.“ Damit es im Westhavelland mit der Auszeichnung als Sternenpark klappt, haben sich die Gemeinden in der wenig besiedelten Region der Havelniederung zwischen dem Gülpener und dem Hohenauener See verpflichtet, auf eine entsprechende Straßenbeleuchtung zu achten.

Der Sternenpark soll in Zukunft weitere Besucher ins Westhavelland locken. Dafür liegen die Pläne schon bereit. So sollen Liegestühle unter freiem Himmel aufgestellt werden und eine Reihe von Hoteliers wollen etwa ein spätes Frühstück für Nacht-Sternenschwärmer anbieten.

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