Anstieg bei Einbrüchen:

Gauner richten immer mehr Schäden an

Es ist ein Alptraum: der Einbruch in die eigene Wohnung oder das Haus. Die Täter werden immer dreister, die Fallzahlen sind gestiegen.

In Brandenburg wurden mehr Einbrüche angezeigt. Doch nur etwa jeder fünfte konnte aufgeklärt werden.
Bodo Marks In Brandenburg wurden mehr Einbrüche angezeigt. Doch nur etwa jeder fünfte konnte aufgeklärt werden.

Skrupellose Einbrecher sind in Brandenburg aktiv. Schwerpunkt sei der sogenannte Speckgürtel rund um Berlin, sagte ein Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums auf Anfrage. In Brandenburg werde - wie bundesweit - nur jeder fünfte Fall aufgeklärt. 2015 seien von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Berlin-Brandenburg (GEG) 13 Verfahren mit insgesamt mehr als 450 Vorgängen bearbeitet worden. 35 Haftbefehle wurden nach den Angaben beantragt, 30 davon mittlerweile vollstreckt.

Von 2011 bis 2014 hat sich nach der letzten vorliegenden Bilanz die Zahl der Einbrüche von knapp 3000 auf rund 4000 Fälle erhöht. In den ersten sechs Monaten 2015 wurde wieder ein leichter Anstieg registriert. Endgültige Zahlen liegen aber erst im März vor.

Mehrere Einbrecherbanden verhaftet

Ermittelt wurden 2015 etwa drei Mitglieder einer bosnisch-serbischen Einbrecherbande. 30 Einbrüche in Wohnhäuser in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern konnten ihnen nachgewiesen werden. Ein geflüchteter Serbe bildete später eine weitere Bande. Zwölf Taten in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein werden seiner Gruppe vorgeworfen.

Von Rathenow (Havelland) aus plante eine litauische Bande Raubzüge in West-Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wie der Polizeisprecher sagte. Etwa 20 Einbrüche in Wohn- und Geschäftshäuser sowie zwei Raubüberfälle auf Juweliergeschäfte sollen die Täter seit 2012 verübt haben. Neun Haftbefehle wurden erlassen.

Zudem konnten zwei albanische Gruppen im Herbst ermittelt werden. Eine agierte im Berliner Umland und hebelte tagsüber Türen oder Fenster auf. Die andere brannte mit speziellen Geräten Löcher in die Rahmen, um den Schließmechanismus zu betätigen. Mehr als 180 Taten kommen auf das Konto der Täter. Sieben Männer sitzen in Haft.

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