27. Januar:

Gedenktag für Opfer des NS-Regimes

Die Befreiung des KZ Auschwitz jährt sich zum 70.  Mal. In vielen märkischen Städten gibt es Gedenkveranstaltungen.

In der Gedenkstätte Sachsenhausen verlesen Schüler die Namen der Opfer.
Robert Schlesinger In der Gedenkstätte Sachsenhausen verlesen Schüler die Namen der Opfer.

Mit Kranzniederlegungen, Lesungen und Diskussionsrunden wird in vielen märkischen Städten am morgigen Dienstag der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Der Landtag und die Gedenkstätte Sachsenhausen erinnern an die Verbrechen im Konzentrationslager. Landtagspräsidentin Britta Stark wird in der Gedenkstätte eine Rede halten, wie der Landtag mitteilte. Schüler werden zudem Namen von Opfern verlesen.

In der Gedenkstätte Ravensbrück sollen Texte gelesen werden, die von Überlebenden des Konzentrationslagers geschrieben wurden. Sie berichten von der Zeit nach der Befreiung. Die Texte stammen laut Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten unter anderem aus Briefen und Tagebüchern.

In Potsdam gibt es ein Treffen in der Gedenkstätte Lindenstraße – einem ehemaligen Gefängnis. Dort werden an einem Mahnmal Blumen niedergelegt, wie die Fördergemeinschaft „Lindenstraße 54“ mitteilte. Kranzniederlegungen soll es unter anderem auch in Teltow (Potsdam-Mittelmark), Eberswalde (Barnim), Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) und Brandenburg/Havel geben. Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreit. Der 27. Januar ist international ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

In Frankfurt (Oder) wird das Theaterstück „Biografien“ im Kleist Forum aufgeführt. Es geht darin nach Stadtangaben um Lebenssituationen, in denen die Vergangenheit und die Gegenwart verschwimmen. Später soll es eine Andacht des Ökumenischen Rates mit der Jüdischen Gemeinde geben.