Ein Trakt nicht mehr nutzbar:

Gefängnis muss nach Feuer saniert werden

Der Leiter der JVA, Oliver Allolio, vermutet, dass ein Gefangener den Brand gelegt hatte. Zugleich lobt er das Verhalten der Gefängnisbediensteten.

Die um die Jahrtausendwende gebaute Haftanstalt wurde schwer beschädigt.
Bernd Settnik Die um die Jahrtausendwende gebaute Haftanstalt wurde schwer beschädigt.

Nach dem Brand in einer Zelle der Justizvollzugsanstalt Neuruppin-Wulkow (JVA) muss ein ganzer Gefängnistrakt in der Untersuchungshaft saniert werden. Die Arbeiten sollten so schnell wie möglich gemacht werden, sagte Anstaltsleiter Oliver Allolio am Sonntag. Gestank mache derzeit die Zellen unbewohnbar.

Am Freitagabend brach im Haftraum eines 30-Jährigen ein Feuer aus. Ein JVA-Psychologe entdeckte den Brand. „Der Mitarbeiter ist sofort umgedreht, hat sich einen Feuerlöscher geholt und hat vom geöffneten Zellenfenster im Erdgeschoss aus gelöscht“, sagte Allolio. Andere Bedienstete reagierten ebenfalls und evakuierten die anderen Gefangenen. Schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr war der Brand gelöscht. Drei Gefangene zogen sich Rauchgasvergiftungen zu.

Der Anstaltsleiter lobte das Handeln der Mitarbeiter. Es habe keine Fluchtmöglichkeit bestanden. Allolio vermutet zudem, dass der 30-Jährige seine Zelle selbst anzündete.

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