Großbaustelle in Potsdam:

Gefahren durch Blindgänger nicht gebannt

Die Entschärfung einer alten Fliegerbombe am Donnerstag in der Innenstadt verursachte großen Aufwand. Zeitweise war die Situation sogar brenzlig.

Sprengmeister Mike Schwitzke konnte erst an die Arbeit, als alles weiträumig abgesperrt war.
Bernd Gartenschläger/MAZ Sprengmeister Mike Schwitzke konnte erst an die Arbeit, als alles weiträumig abgesperrt war.

Nach der Entschärfung einer 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe am Potsdamer Hauptbahnhof können weitere Munitionsfunde im Baustellenbereich der Landesinvestitionsbank (ILB) nicht ausgeschlossen werden. Zwar gab es nach Angaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) Luftbildauswertungen und engmaschige Untersuchungen des Bauuntergrunds. Allerdings liege eine vier Meter dicke Bauschuttschicht über dem Erdreich, sodass nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden könne, ob das Areal restlos munitionsfrei sei.

Das Areal um den Hauptbahnhof sei im Zweiten Weltkrieg eines der Potsdamer Hauptangriffsziele alliierter Bomber gewesen, erklärte KMBD-Sprengmeister Mike Schwitzke. Deshalb haben Munitionsexperten aktuell stets ein Auge auf die ILB-Bauarbeiten.

Kritische Situation am Donnerstagmorgen

Schwitzke bestätigte außerdem, dass es am Donnerstagmorgen zu einer kritischen Situation gekommen sei, als ein Bagger den Blindgänger aus dem Erdreich holte und anschließend aus der Schaufel aus einem Meter Höhe fallen ließ. „Deshalb habe ich zur schnellen Entschärfung geraten.“ Die Baustelle sei sofort geräumt worden, sodass es zu keinen Bodenerschütterungen mehr kommen konnte.

Danach sei alles ordnungsgemäß gelaufen. Man könne nicht im Handumdrehen eine große Stadt räumen, meinte Schwitzke. Erst acht Sunden nach dem Fund wurde die Bombe vom KMBD am Donnerstagabend schließlich erfolgreich entschärft.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung