Leicht verletzte Personen:

Geisterfahrer verursacht Unfall auf der A10

Ein 89 Jahre alter Mann fuhr vom Rastplatz Michendorf in die falsche Richtung auf die Schnellstraße. Bereits nach 600 Metern kam es zu einem Zusammenstoß.

Nun wird ermittelt, warum der Senior die Autobahn in die falsche Richtung befuhr.
Patrick Pleul Nun wird ermittelt, warum der Senior die Autobahn in die falsche Richtung befuhr.

Auf der A  10 ist es zu einem Unfall mit mehreren leicht verletzten Personen gekommen, nachdem ein 89-Jähriger mit seinem Wagen den südlichen Ring in die falsche Richtung befahren hatte. Am Sonntag fuhr der Mann von der Raststätte Michendorf in Richtung Frankfurt/Oder auf die Schnellstraße und bereits nach 600 Metern kam es zum Unfall, hieß es von der Polizei.

Demnach kam es auf dem dreispurigen Abschnitt zu einem Zusammenstoß mit einem Porsche aus Belgien. Dabei versuchte der Fahrer des Sportwagens von der linken auf die mittlere Spur zu wechseln. Der Toyota Yaris des Rentners rammte die linke Hinterseite des Porsches, dessen Hinterachse herausgerissen wurde, so die Polizei. Die beiden 40 und 44 Jahre alten Belgier wurden leicht verletzt, ebenso wie der 89-jährige Geisterfahrer. Durch Trümmerteile wurden drei weitere Fahrzeuge beschädigt, es blieb bei Sachschäden.

Schaden auf 100 000 Euro geschätzt

Der Senior wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen, die beiden Belgier konnten dieses am Nachmittag wieder verlassen. Eine Pkw-Fahrerin, die hinter dem Porsche fuhr, konnte einen Zusammenstoß vermeiden, landete mit ihrem Wagen jedoch rechts im Straßengraben.

Warum der 89-Jährige die A  10 falsch herum befuhr, ist noch unklar. Der Senior fuhr eigenen Angaben der Polizei gegenüber zunächst in Richtung Frankfurt, wollte danach jedoch in die entgegengesetzte Richtung nach Caputh fahren und wendete auf dem Rastplatz. Alkohol war nicht im Spiel, so die Polizei. Seine Fahrerlaubnis wurde sichergestellt. Der Schaden wird auf bis zu 100  000  Euro geschätzt. Die A  10 in Richtung Frankfurt war für 45 Minuten voll und für etwas mehr als zwei Stunden teilweise gesperrt.