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Geldtransporteur reagiert auf Streik mit Aussperrung

Der Tarifkonflikt beim Werttransport-Unternehmen eskaliert. Die Bargeld-Kunden an Bankautomaten haben das Nachsehen.

Der Arbeitskampf bei Prosegur geht inzwischen schon in die sechste Woche.
Ralf Hirschberger Der Arbeitskampf bei Prosegur geht inzwischen schon in die sechste Woche.

Der Streik beim Werttransport-Unternehmen Prosegur in Potsdam wird fortgeführt. „Die Kollegen haben sich am Morgen für eine Fortsetzung des Arbeitskampfs ausgesprochen, nachdem Prosegur sechs streikenden Mitarbeitern in der Probezeit gekündigt hat“, sagte Verdi-Verhandlungsführer André Pollmann am Montag. Das Unternehmen reagierte am Nachmittag auf den anhaltenden Streik mit der Aussperrung aller knapp 150 streikenden Mitarbeiter.

Da der wochenlange Streik massive Auswirkungen auf das Unternehmen, seine Kunden und die Bargeldversorgung in der Region habe, wolle Prosegur seine Versorgungspläne weiter verbessern, teilte das Unternehmen mit. In den vergangenen Wochen war wegen des Streiks an einigen Geldautomaten in Berlin und Brandenburg das Bargeld knapp geworden.

In der Potsdamer Niederlassung gibt es rund 350 Beschäftigte. Verhandlungen über eine mögliche Schlichtung in dem Tarifkonflikt waren Ende vergangener Woche gescheitert. Die Gewerkschaft habe neue Forderungen nach einer Beschäftigungs- und Standortsicherung erhoben, die für das Unternehmen nicht akzeptabel seien, sagte eine Sprecherin von Prosegur. Verdi verlangt im Streit um einen nach ihren Angaben 14 Jahre alten Haustarifvertrag einen Zuschlag von einem Euro pro Stunde statt der angebotenen 0,65 Euro.