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Gewerkschaftsschule für Welterbeliste nominiert

Das Gebäude in Bernau könnte im nächsten Jahr zu großen Ehren kommen. Bei der Unesco wurde ein Antrag eingereicht.

Das Gebäude in Bernau soll die Bauhaus-Welterbeliste erweitern. Weimar und Dessau sind bereits als Standorte anerkannt.
Patrick Pleul Das Gebäude in Bernau soll die Bauhaus-Welterbeliste erweitern. Weimar und Dessau sind bereits als Standorte anerkannt.

Die im Bauhaus-Stil errichtete Gewerkschaftsschule in Bernau (Barnim) könnte Teil des Unesco-Weltkulturerbes werden. Ein entsprechender Antrag sei erarbeitet und eingereicht worden, teilte die Kultusministerkonferenz am Montag in Berlin mit. Konkret geht es um die Erweiterung des bestehenden Welterbes der Bauhausstätten in Weimar und Dessau um den Standort Bernau. Voraussichtlich im nächsten Jahr werde die Unesco über den Antrag entscheiden, sagte ein Sprecher der Kultusministerkonferenz.

Das Baudenkmal in Bernau-Waldfrieden zählt zu den Großbauten des Dessauer Bauhaus-Stils. Die Schule war die erste zentrale Bildungsstätte des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB). Heute nutzt die Berliner Handwerkskammer das Gebäude als Internat für Auszubildende. Auch für Seminare werde das Gebäudeensemble genutzt, teilte der Förderverein Baudenkmal Bundesschule Bernau, der auch Führungen anbietet, mit. Die Gewerkschaftsschule wurde von dem Bauhaus-Direktor Hannes Meyer und dem Meister der Bauabteilung, Hans Wittwer, konzipiert und 1930 eröffnet. Der Bauhaus-Stil zählt zu den prägendsten im 20. Jahrhundert.