Hunderte Fälle gemeldet:

Grippewelle rollt an

Rund 300 Fälle wurden seit dem Herbst 2014 bereits gemeldet - 15 Mal so viele, wie noch im Vorjahr. Eine Impfung gegen die Erkrankung ist aber nur noch in Einzelfällen sinnvoll.

Viele Menschen müssen wegen der Erkranung mit Atemwegsproblemen zum Arzt.
Patrick Pleul Viele Menschen müssen wegen der Erkranung mit Atemwegsproblemen zum Arzt.

Durch Brandenburg rollt eine Grippewelle: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen sei im Januar von Woche zu Woche kontinuierlich gestiegen, auf zuletzt 116 neue Fälle in dieser Woche, berichtete Gabriel Hesse, Sprecher des Potsdamer Gesundheitsministeriums, am Freitag auf Anfrage. Seit Beginn der Grippesaison im Herbst habe es damit schon mehr als 300 gemeldete Erkrankungen gegeben. „Das ist eine deutliche Steigerung, im selben Zeitraum des Vorjahres waren es nur 20 Erkrankungen“, sagte Hesse.

Ein guter Schutz gegen das Virus biete eine Impfung, sagte Hesse. Zum jetzigen späten Zeitpunkt könne dies in Einzelfällen noch sinnvoll sein. Allerdings stellt sich ein ausreichender Schutz erst zwei Wochen nach der Impfung ein. Dafür sollten sich die Bürger von ihrem Hausarzt beraten lassen, meinte der Sprecher. „Man sollte auch auf Hygiene achten und nicht unbedingt jedem die Hand geben.“

Nach den Daten der Arbeitsgemeinschaft Influenza gingen in Berlin und Brandenburg im Januar auch deutlich mehr Menschen wegen Atemwegsproblemen zum Arzt als im Dezember. Pro 100 000 Einwohner waren es zuletzt rund 2000. Besonders häufig erkrankten Kinder bis vier Jahre. In die Statistik fließen nur die Fälle ein, bei denen das Virus im Labor nachgewiesen wurde.