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Grube noch dieses Jahr ausgekohlt

Das Ende der Braunkohleförderung in der Lausitz rückt näher. Im Tagebau Cottbus-Nord soll ein riesiger See entstehen. Unterdessen sucht der Energiekonzern Vattenfall weiter nach einem Käufer für seine Sparte in der Lausitz.

Der Tagebau nahe Jänschwalde: Vor dem Kraftwerk wollen Braunkohlegegner protestieren.
Patrick Pleul Der Tagebau nahe Jänschwalde: Vor dem Kraftwerk wollen Braunkohlegegner protestieren.

In den nächsten Wochen stellt die Förderbrücke F 34 im Tagebau Cottbus-Nord ihre Arbeit ein, wie der Energiekonzern Vattenfall am Mittwoch mitteilte. Die Grube wird noch in diesem Jahr ausgekohlt sein. Das Ende der Tagebauförderung an dem Standort wurde schon länger vorbereitet. Aus der Grube soll einmal ein riesiger See werden. Die F 34 war nach Unternehmensangaben 32 Jahre lang in der Grube im Einsatz. Es sei die letzte Förderbrücke ihrer Art. Der Energiekonzern Vattenfall betreibt in Brandenburg und Sachsen fünf Braunkohlegruben und vier Braunkohle-Kraftwerke.

Gegner wollen vor Kraftwerk protestieren

Einige der Tagebaue sollen einmal erweitert werden. Was aus den Plänen wird, ist ungewiss, weil der schwedische Staatskonzern seine Braunkohle-Sparte in der Lausitz verkaufen will.  Rund 8000 Menschen sind in der Branche beschäftigt.

Braunkohlegegner wollen sich in einem Klimacamp Gedanken über den Strukturwandel machen. Das fünfte Lausitzer Klima- und Energiecamp startet am 5. August in Groß Gastrose (Spree-Neiße), wie die Organisatoren am Mittwoch ankündigten. Geplant sind Workshops, Exkursionen und Podiumsdiskussionen. Auch Proteste vor dem Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde seien geplant.