Wegen niedriger Gebühren:

Grüne verlangen Stopp der Subventionen für Flughäfen

Die Umweltpartei verweist auf eine Studie, wonach die Abgaben pro Passagier auf den Berliner Airports wesentlich niedriger liegen als in anderen Städten.

Die Gebühren auf den Berliner Flughäfen sind vergleichsweise niedrig.
Bernd Settnik Die Gebühren auf den Berliner Flughäfen sind vergleichsweise niedrig.

Die Grünen-Fraktion im Brandenburger Landtag fordert höhere Gebühren für die Fluggesellschaften an den Berliner Airports. „Die Flughafengesellschaft hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 166 Millionen Euro eingefahren, im Jahr 2013 waren es 177 Millionen Euro“, sagte Grünen-Fraktionschef Axel Vogel am Donnerstag. „Wenn keine kostendeckende Preise genommen werden, wird das Wachstum der Berliner Flughäfen vom Steuerzahler subventioniert.“ Das rasante Ansteigen der Passagierzahlen sei in erster Linie ein Wachstum der Billigflieger, sagte Vogel.

Die Grünen haben daher bei der Technischen Universität Chemnitz eine Studie zu den Flughafen-Gebühren in Auftrag gegeben. Danach liegen die Gebühren pro Passagier in Berlin bei sieben Euro, während in Frankfurt 14 Euro genommen werden. „Daher müsste es auch in Berlin einen marktgerechten Preis von elf bis zwölf Euro geben“, sagte Professor Friedrich Thießen, der die Studie erstellte. Die Subventionierung des Fliegens sei ein umweltpolitischer Frevel, so Vogel. Auch der finanziellen Schieflage der Flughafengesellschaft dürfe die Politik nicht ungerührt zusehen.

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