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Gutes Ende für Kampfhündin in Sicht

Zehntausende haben dafür gekämpft, dass Kampfhündin Tascha bei dem schwer kranken Wachkomakind Dylan bleiben darf. Nun ist eine Lösung gefunden.

Barbara Gerzmehle gibt Kampfhündin Tascha Anweisungen. Wenn das Tier eine Ausbildung erfolgreich abschließt, könnte es bald wieder offiziell bei der Familie leben.
Nestor Bachmann Barbara Gerzmehle gibt Kampfhündin Tascha Anweisungen. Wenn das Tier eine Ausbildung erfolgreich abschließt, könnte es bald wieder offiziell bei der Familie leben.

Das Drama um das Wachkomakind Dylan aus Schönwalde-Glien (Havelland) und seinen besten Freund, Kampfhündin Tascha, steht vor einem guten Ende. Der Vater des schwer kranken Zehnjährigen habe angegeben, dass der Hund offiziell bei einem Verwandten in Berlin angemeldet sei, sagte Bürgermeister Bodo Oehme. „Wenn er uns die Meldebescheinigung bringt, ist die Akte damit für uns geschlossen“, erklärte er.

Das Ordnungsamt der Gemeinde wollte Tascha aus der Familie nehmen. In Brandenburg ist die Haltung eines American Staffordshire Terrier im Gegensatz zu Berlin untersagt, weil das Tier dort als gefährlicher Kampfhund gilt (der Uckermark Kurier berichtete). Tascha kam als Welpe in die Familie und wirkt der Familie zufolge beruhigend auf den Jungen, der seit seiner Geburt im Wachkoma liegt. Der Kreislauf werde stabiler und teilweise könne sogar auf künstliche Beatmung verzichtet werden, sagte Vater Eckhard Gerzmehle. Doch nach dem Umzug der Familie von Berlin nach Schönwalde änderte sich die Rechtslage. Als Tascha auf die Straße lief und einen anderen Hund verletzte, schickte das Ordnungsamt Ende Oktober die Verfügung, dass die Hündin die Familie verlassen müsse.

Viel Unterstützung via Internet

In einem zweiten Schritt will der Vater nun erreichen, dass Tascha als Therapiehund anerkannt wird. „Dafür ist eine entsprechende Ausbildung und Prüfung erforderlich sowie ein Gutachten, dass der Hund nicht gefährlich ist“, sagte Oehme. Wenn diese Nachweise erbracht seien, könne Tascha auch wieder offiziell bei der Familie leben – und bei ihrem Freund Dylan bleiben.

Dafür hatten sich neben Landtagsabgeordneten auch Zehntausende Menschen im Internet eingesetzt. Die Facebook-Seite „Unterstützt Wachkomakind Dylan und seinen Hund Tascha“ hatte bis gestern Nachmittag mehr als 190 000 „Gefällt mir“-Angaben gesammelt.

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