Nach Leichenfund im Keller:

Haftbefehl wegen Totschlags

Am Dienstag hatten Polizeibeamte einen toten 66-Jährigen entdeckt. Ein 54 Jahre alter Mitbewohner des gleichen Hauses steht unter Verdacht, das Opfer umgebracht zu haben.

Die Polizei hatte den Toten im Keller eines Wohnhauses gefunden.
Patrick Pleul Die Polizei hatte den Toten im Keller eines Wohnhauses gefunden.

Die Ursache für den Tod eines 66-Jährigen in Ostbrandenburg steht fest. Die Obduktion der Leiche ergab, dass der Mann an Stichverletzungen am Oberkörper starb, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am Mittwoch sagte. Die Polizei hatte die Leiche einen Tag zuvor in einem Wohnhauskeller in Brieskow-Finkenheerd (Oder-Spree) gefunden. Zuvor hatte ein 54-Jähriger den Beamten gesagt, seinen Nachbarn attackiert zu haben. Der Mann, der selbst schwer verletzt in einem Krankenhaus liegt, wurde inzwischen vernommen. Er gab laut Staatsanwaltschaft zu, den 66-Jährigen getötet zu haben. Seine Schnittverletzungen am Oberkörper habe er sich nach der Tat selbst zugefügt.

Es wurde Haftbefehl wegen Totschlags beantragt, wie der Sprecher sagte. Zum Motiv wird noch ermittelt. Der Tatverdächtige habe angegeben, dass er unter anderem seine Frau vor seinem Nachbarn schützen wollte. Beide Männer lebten in dem Mehrfamilienhaus, in dem die Leiche lag.

Die Tatwaffe ist sichergestellt: Es handele sich um ein großes Messer, teilte der Sprecher mit. Der Tatverdächtige habe selbst den Ort, an dem es lag, preisgegeben. Im „Umfeld“ des Tatortes sei es gefunden worden.

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