Anonymes Schreiben:

Hat BER-Chef Mehdorn schon 2013 von Korruption gewusst?

Die Neuruppiner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen früheren Flughafen-Bereichsleiter und vier frühere leitende Mitarbeiter des Gebäudetechnik-Anbieters Imtech wegen Korruption.

Ex-BER-Technikchef Horst Amann
Britta Pedersen Ex-BER-Technikchef Horst Amann

In der neuen Korruptionsaffäre am Hauptstadtflughafen rückt der frühere Technikchef Horst Amann den scheidenden Geschäftsführer Hartmut Mehdorn ins Blickfeld. Amann machte am Freitag deutlich, dass Mehdorn im Sommer 2013 durch ein anonymes Schreiben von dem Schmiergeld-Verdacht erfuhr. „Ich habe gesagt: Das ist ein Fall für die Revision“, sagte Amann am Freitag im Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Was daraus wurde, wisse er nicht. „Es war im Geschäftsführungsbereich von Herrn Dr. Mehdorn.“

Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) betonte, in dem Schreiben sei lediglich ein vager Verdacht geäußert worden. „Die FBB ging den Hinweisen dennoch nach, konnte sie aber im Rahmen ihrer Untersuchungen nicht erhärten.“ Ein Sprecher stellte klar, der Verdacht habe sich gegen einen Mitarbeiter des BER-Baus – also Amanns Bereich – gerichtet, „nicht gegen einen Mitarbeiter aus einem Mehdorn-Bereich.“ Amann und Mehdorn waren im Streit auseinandergegangen.

Die Neuruppiner Staatsanwaltschaft ermittelt seit Dezember gegen einen früheren Flughafen-Bereichsleiter und vier frühere leitende Mitarbeiter des Gebäudetechnik-Anbieters Imtech, der bis heute an der Brandschutzanlage mitarbeitet. Der Flughafenmitarbeiter soll 2012 Schmiergeld von Imtech erhalten haben.

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