Gestiegene Besucherzahlen:

Heißer Sommer poliert Freibäder-Bilanz auf

Erst ein Sprung vom Drei-Meter-Brett, dann ein Sonnenbad auf derLiegewiese: Die warmen Sommerwochen haben mehr Menschen als sonst in die märkischen Badeanstalten getrieben.

Ein Junge springt von einem Sprungbrett am Freibad in Storkow in das Wasser des Storkower Sees.
Patrick Pleul Ein Junge springt von einem Sprungbrett am Freibad in Storkow in das Wasser des Storkower Sees.

Brandenburgs Frei- und Seebadbetreiber freuen sich über die hohen Besucherzahlen in der bisherigen Saison. Vielerorts wurden die Ergebnisse des Vorjahres bereits übertroffen. „Das war die beste Saison der letzten Jahre“, sagte der Schwimmmeister der Seebadeanstalt Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin), Jürgen Wowros. Rund 17 000 Wasserratten und Sonnenanbeter haben die 1927 erbaute Anlage seit Mai bislang besucht. „Vor allem Mitte Juni hatten wir zwei sehr schöne Wochen mit vielen Gästen.“

Dabei hatte die Saison vielerorts schleppend begonnen. „Der Sommer fing im Mai eher kühl an, dann hat das Wetter während der Schulferien aber für volle Bäder gesorgt“, sagte Birgit Kunkel, Sprecherin der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH (TMB). Dies sei umso erfreulicher, da die zahlreichen Seen hierzulande auch mit vielen inoffiziellen Badestellen lockten. Wie viele Besucher die Bäder insgesamt zählten, ist jedoch nicht bekannt. Die TMB verzeichnet mehr als 90 brandenburgische Badeanstalten unter freiem Himmel.

Dazu gehört auch das Seebad Prenzlau, in dem ebenso wie anderenorts Rekorde gebrochen wurden. „Bei 36 Grad in der Luft betrug die Wassertemperatur zeitweise 27 Grad – das hatten wir hier noch nie“, berichtete Mitarbeiterin Petra Blaurock. Entsprechend viele Gäste nutzten die zwei Strände am Unteruckersee. Mehr als 20 000 Eintrittskarten wurden bis Mitte August verkauft, doppelt so viele wie in den beiden Vorjahren.

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