Brandenburger Biere:

Hiesige Brauer setzen auf Tradition und Experimente

Potsdamer Stange, Porter, Lager oder Doppelbock: Biergeschmäcker sind sehr unterschiedlich. Märkische Brauereien wollen vor allem mit Regionalität punkten.

Brandenburger Brauereien zeigen sich immer experimentierfreudiger.
Ralf Hirschberger Brandenburger Brauereien zeigen sich immer experimentierfreudiger.

Brandenburger Brauereien zeigen sich immer experimentierfreudiger. „Um Kunden zu halten, müssen sich die Betriebe immer wieder etwas einfallen lassen“, sagte der Geschäftsführer des Brauereiverbandes Berlin-Brandenburg, Michael Scherer. Mit regional gebrauten Bieren suchten die Betriebe eine Zukunft.

Entgegen dem Bundestrend konnten die märkischen Brauereien bei der Produktion zulegen. Von 2010 bis 2015 stieg die Menge von 29 000 auf 45 000 Hektoliter. Bundesweit ging sie hingegen in dem Zeitraum von 4,1 auf 3,9 Millionen Hektoliter zurück. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag im Vorjahr bei etwa 106 Liter.

Kleinere Betriebe müssen sich von der Masse abheben

In Brandenburg sind 23 Brauereien - meist kleine und mittelständische Betriebe - aktiv. In Gasthäusern wird ebenfalls wieder häufiger Bier gebraut und gleich vor Ort verkauft. Dazu haben Privatleute Mini-Anlagen installiert und sorgen selbst für ihren Gerstensaft.

Angesichts der Konkurrenz großer Konzerne, die bundesweit ihre Getränke anbieten, müssen sich kleinere Betriebe mit eigenen Produkten von der Masse absetzen. „Regionalität ist ein wichtiger Punkt“, sagte Scherer. Nicht nur Touristen, auch die Brandenburger wollen Bier trinken, das quasi vor der Haustür gebraut wird.

„Wenn dann noch besondere Produkte angeboten werden, kann eine Nische gut ausgefüllt werden“, sagte Scherer. Beispiel sei die „Potsdamer Stange“, ein naturtrübes, nicht gefiltertes Bier. Andere Brauer experimentieren mit unterschiedlicher Malzsorten. „Lager, Doppelbock, Märzen oder Porter haben in Brandenburg eindeutig den Geschmack der Region“, sagte er.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung