Deutsch-polnischer Feuerwehrstützpunkt:

Hilfe über Ländergrenzen hinweg

Helfen über die Staatsgrenze hinweg ist für viele Retter entlang der deutsch-polnischen Grenze schon selbstverständlich. Feuerwehren in der Lausitz nutzen nun auch ein gemeinsames Gebäude.

Der Feuerwehrmann Thomas Gulbe steht vor dem neuen Feuerwehrhaus.
Patrick Pleul Der Feuerwehrmann Thomas Gulbe steht vor dem neuen Feuerwehrhaus.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat den ersten deutsch-polnischen Feuerwehrstützpunkt am Wochenende in Groß Gastrose (Spree-Neiße) eröffnet. Das Zentrum koordiniert im Notfall gemeinsame Einsätze über die Grenze hinweg. Das Pilotprojekt sei ein eindrucksvoller Beleg, wie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Brand- und Katastrophenschutz wachse, sagte Woidke. Für den Umbau eines früheren Kindergartens und den Neubau einer Fahrzeughalle kamen rund 1,1 Millionen Euro von der EU.

Die Feuerwehren von Groß Gastrose und dem polnischen Ort Markosice kooperieren seit 1999. Als vor drei Jahren die Oder über die Ufer trat, unterstützten Feuerwehrleute aus Groß Gastrose ihre polnischen Kollegen. Beim Hochwasser der Schwarzen Elster eilten die Polen zu Hilfe. Auch Woidke erinnerte daran, wie wichtig das Helfen über die Grenze hinweg ist. „Der Erfahrungsaustausch der deutsch-polnischen Feuerwehren ist unabdingbar zur professionellen Bewältigung vielfältiger Gefahrenszenarien“, betonte er.

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