Zu viele Fragen offen:

Hilpert-Prozess geplatzt

Die Schadenshöhe durch Betrug war kurzfristig nicht zu klären. Für Herbst ist mit einem neuen Prozessanlauf zu rechnen.

Ex-Hotelier Axel Hilpert (rechts) stehen zunächst keine weiteren Verhandlungstage bevor.
Patrick Pleul Ex-Hotelier Axel Hilpert (rechts) stehen zunächst keine weiteren Verhandlungstage bevor.

Der Betrugsprozess gegen den früheren Hotelier Axel Hilpert ist geplatzt. Das Landgericht Frankfurt (Oder) setzte das Verfahren am Donnerstag aus. Offene Fragen zu einem Schadensgutachten eines Wirtschaftsprüfers seien nicht binnen einer vorgeschriebenen Drei-Wochen-Frist zu klären.

Im Prozess geht es um den Bau des Resorts Schwielowsee. Am Mittwoch hatte der Gutachter in einer ersten Stellungnahme vor Gericht den von Hilpert angerichteten Schaden auf rund 2,7 Millionen Euro taxiert. Weil noch letzte Ungereimtheiten aufgetreten waren, wurde er am Donnerstag nochmals befragt. Das Gericht sah nach dieser Aussage noch weiteren Klärungsbedarf. Das Gutachten soll nun ergänzt werden.

Neuer Anlauf im Herbst

Laut Strafprozessordnung müsste der nächste Verhandlungstermin spätestens in drei Wochen stattfinden - aus Sicht des Gutachters war das zu knapp. Hinzu kamen Terminschwierigkeiten bei Gericht und Verteidigung. Nun soll es im Herbst einen neuen Prozessanlauf geben.

Hilpert war 2012 vom Landgericht Potsdam zu fünf Jahren und acht Monaten Haft wegen Fördermittel-Betrugs verurteilt worden. Laut Urteil hatte er die Investitionsbank des Landes (ILB) getäuscht und zu Unrecht 9,2 Millionen Euro Fördermittel für den Resortbau kassiert. In der Revision hob der Bundesgerichtshof später Teile des Urteils auf. Schadenshöhe und Gesamtstrafe sollten in dem Verfahren in Frankfurt noch einmal überprüft werden.

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