Sensationaller Fund:

Historische Waffen in Waldstück entdeckt

Die gefundenen Degen und Stichwaffen sind bereits verwittert. Nun geht es zunächst darum, den Verfall zu stoppen.

Die Waffen sind stark verrostet.
Michael Helbig Die Waffen sind stark verrostet.

In einem südbrandenburgischen Wald sind historische Degen und Stichwaffen ausgegraben worden. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz will klären, ob sie etwas mit der Geschichte der Pückler-Adelsfamilie zu tun haben, sagte Parkleiter Claudius Wecke am Dienstag in Cottbus. Die Waffen sollten zur Stiftung gebracht und eingefroren werden, um so den Verfallsprozess zu verlangsamen.

Die Waffen sind in einem schlechten Zustand, weil sie lange unter der Erde lagen. Zum Teil seien königliche Wappen zu erkennen, sagte Wecke. Ähnliche Stücke gebe es in der Pückler-Waffensammlung. Es sei aber unklar, ob es einen Zusammenhang gibt.

Laut Kampfmittelbeseitigungsdienst kam der Fund durch einen Hinweis eines Bürgers ins Rollen, der in dem Waldstück im Amt Neuhausen im Kreis Spree-Neiße in der vergangenen Woche Munition gefunden hatte. Bei Grabungen seien neben Granaten und Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg bislang auch fünf historische Waffen gefunden worden. Die Grabungen sollen noch mehrere Wochen dauern. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst vermutet, dass dort vor Jahrzehnten Weltkriegs-Munition gesprengt und vergraben worden war.

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