Warnstufen angehoben:

Hitzewelle führt zu Waldbränden

30 Grad, Sonnenschein – das perfekte Wetter für Ausflüge. Die Uckermark mit schönen Seen und Wäldern bietet sich an. Dort genügt ein Funke für eine Katastrophe. Daher gibt es einige Einschränkungen.

In vielen Waldgebieten ist es wegen der Temperaturen sehr trocken. Also auf keinen Fall Kippen achtlos wegwerfen.
Patrick Pleul In vielen Waldgebieten ist es wegen der Temperaturen sehr trocken. Also auf keinen Fall Kippen achtlos wegwerfen.

In den trockenen märkischen Wäldern sind am Freitag acht Brände ausgebrochen. Feuer und Rauchschwaden waren in den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald sehen. Feuerwehren seien im Einsatz, sagte Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter. Am Sonnabend wird landesweit der bisher heißeste Tag dieses Sommers erwartet – in Brandenburg mit bis zu 33 Grad.

In neun Landkreisen gelte ab Sonnabend die höchste Waldbrandwarnstufe fünf, in der Uckermark und vier weiteren Kreisen (Prignitz, Oberhavel Ostprignitz-Ruppin und Oder-Spree) die Stufe vier, sagte Engel. "Morgen wird ein brandheißer, gefahrvoller Tag werden."

Heftige Gewitter stellenweise möglich

Aus der Prignitz ziehen dem Wetterdienst zufolge heftige Gewitter in Richtung Lausitz über das Land, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes . "Die Gewitter können zum Teil sehr kräftig sein, vielleicht sogar unwetterartig." Der Sonntag werde in der Folge kühler und trockener. Für Brandenburg werden 21 bis 24 Grad erwartet. 

Engel sieht die zu erwartende Wetteränderung kritisch: "Da kommt auch Wind auf", gab er zu bedenken. Zudem seien Gewitter immer lokal. Zwar werde der Regen für Entspannung sorgen, doch sei die Gefahr von Waldbränden nicht gebannt.

Das sollte bei Ausflügen vermieden werden

Nach Angaben des Umweltamtes sind besonders Kiefernflächen, die häufigste Baumart auf den rund 1,1 Millionen Hektar Wald im Land, gefährdet. Wie Engel sagte, brannte es in diesem Jahr landesweit mehr als 100 Mal. Betroffen waren mehr als 75 Hektar Fläche.

Wegen der hohen Waldbrandgefahr sollten sich Spaziergänger und Wanderer in den Wäldern besonders vorsichtig bewegen, mahnte das Ministerium. "Der kleinste Funke kann eine Katastrophe auslösen." 90 Prozent aller Waldbrände seien durch Menschen verursacht. In oder in der Nähe von Wälder sollte nicht geraucht, gegrillt oder Feuer gemacht werden. "Das Befahren des Waldes mit Autos ist verboten." Zufahrtswege für die Feuerwehr sollten freigehalten werden.

 

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