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Hoffen auf niedrigere Strompreise

Brandenburg zahlt bundesweit die höchsten Leitungsgebühren. Der teure Netzbetrieb schlägt sich besonders in der Mark auf die Rechnung der Kunden nieder. Das könnte sich jedoch ändern.

Ein Grund für die hohen Preise: Wo viel Strom durch Wind, Sonne und Biomasse erzeugt wird, steigen die Kosten für den Netzbetrieb.
Patrick Pleul Ein Grund für die hohen Preise: Wo viel Strom durch Wind, Sonne und Biomasse erzeugt wird, steigen die Kosten für den Netzbetrieb.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hofft nach der Verständigung von Bund und Ländern zur Ökostromförderung auf sinkende Strompreise in Brandenburg. Wenn die Entlastung bei den Netzentgelten wie besprochen käme, könnte dies je Einwohner und Jahr in Brandenburg 10 bis 20 Euro ausmachen, sagte Woidke am Mittwoch im Inforadio des RBB. Diskutiert worden sei eine Neuregelung ab 2018 – und nicht wie vorgesehen von 2021 an. Woidke betonte, man sei in der Nacht zum Mittwoch bei dem Treffen zwar weit vorangekommen, aber es gebe noch keine endgültigen Entscheidungen.

Der Netzbetrieb ist dort besonders teuer, wo viel Strom aus Wind, Sonne und Biomasse erzeugt wird. Das schlägt sich auf die Stromrechnung der Kunden nieder.

Die Brandenburger zahlen bundesweit die höchsten Leitungsgebühren. Bei einem Jahresstromverbrauch von 3500 Kilowattstunden zahlen Brandenburger Haushalte nach Angaben des Wirtschaftsministeriums beim lokalen Versorger aktuell 1188 Euro. Davon sind 295 Euro Kosten für das Netz. In Nordrhein-Westfalen werden dafür hingegen nur 1072 Euro fällig bei einem Netzentgelt von 209 Euro.