Hintergründe meist unklar:

Holzdiebstahl in den Wäldern Brandenburgs geht zurück

Weniger Holz im Land wird illegal abtransportiert. Die Polizei rät Waldeigentümern und Jagdpächtern trotzdem zu Vorsichtsmaßnahmen, die Dieben das Leben schwer machen sollen.

Zum Schutz vor Dieben empfiehlt die Polizei, kleine, ladefertige Mengen Holz so schnell wie möglich abzutransportieren.
Patrick Pleul Zum Schutz vor Dieben empfiehlt die Polizei, kleine, ladefertige Mengen Holz so schnell wie möglich abzutransportieren.

Frisch geschlagene Eichen, Buchen oder Kiefern scheinen sicherer vor Langfingern zu sein: Die Holzdiebstähle in den Wäldern Brandenburgs sind weniger geworden. Im vergangenen Jahr erfasste die Polizei 145 Fälle mit einem Gesamtschaden von rund 197.000 Euro. 2015 seien es noch 189 Fälle gewesen. Der Schaden habe bei gut 276.000 Euro gelegen, teilte das Polizeipräsidium Brandenburg in Potsdam mit. Im Schnitt entstehe pro erfasstem Fall ein Schaden von rund 1400 Euro.

Hintergründe zu den Taten lassen sich nach Angaben der Polizei nur schwer bestimmen. Vermutlich werde das Holz gestohlen, um es weiter zu verkaufen oder um das Material selbst zu verwenden, hieß es.

Mehr als ein Drittel der Landesfläche mit Wäldern bedeckt

Zum Schutz vor Dieben empfiehlt die Polizei, Zugangswege mit Schranken zu sichern und kleine, ladefertige Mengen Holz so schnell wie möglich abzutransportieren. Lägen größere Mengen zum Abtransport bereit, könnte ein Wachschutz beauftragt werden, zu unregelmäßigen Zeiten das Gebiet zu kontrollieren. Jagdpächtern wird geraten, Kennzeichen auffälliger Fahrzeuge zu notieren und gegebenenfalls die Polizei zu informieren.

1,1 Millionen Hektar der Fläche Brandenburgs sind Wald. Mit 37,5 Prozent gehört das Land zu den fünf Bundesländern mit dem größten Waldanteil an der Gesamtfläche. Derzeit werden in Brandenburg rund 1,3 Millionen neue Bäume und Sträucher gepflanzt. Trauben-und Stieleichen haben mit 35 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Rotbuchen mit 25 Prozent und der Gemeinen Kiefer mit 20 Prozent.