:

Im Busverkehr droht ein unbefristeter Streik

Die Forderungen der Gewerkschaft Verdi und das Angebot der Arbeitgeber liegen derzeit noch weit auseinander.

Bei der UVG hatte es schon im Februar den ersten Streik gegeben.
Lutz Reuter Bei der UVG hatte es schon im Februar den ersten Streik gegeben.

Im Tarifkonflikt bei den kommunalen Verkehrsbetrieben Brandenburgs rechnet die Gewerkschaft Verdi mit einem Scheitern der Verhandlungen. Damit rücke ein unbefristeter Streik der Bus- und Straßenbahnfahrer näher, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Marco Pavlik, am Montag nach der dritten Verhandlungsrunde in Berlin.

Die Arbeitgeber hätten wieder kein ausreichendes Angebot vorgelegt. „Daher gehe ich davon aus, dass die Tarifkommission das Scheitern der Verhandlungen erklären und nach Ostern eine Urabstimmung einleiten wird“, sagte Pavlik. Dann könnte es im Mai zu einem unbefristeten Streik kommen. Vom Kommunalen Arbeitgeberverband gab es zunächst noch keine Stellungnahme.

Gewerkschaft fordert 120 Euro mehr im Monat

Die Gewerkschaft verlangt für die rund 3000 Mitarbeiter 120 Euro mehr im Monat, dies entspreche einer Erhöhung von 5,2 bis 5,6 Prozent. Dagegen hätten die Arbeitgeber 4,0 Prozent in zwei Schritten und eine Einmalzahlung von 180 Euro angeboten. Die Löhne sollten danach in diesem und im kommenden Jahr jeweils ab Mai um mindestens 45 Euro steigen. „Das liegt dramatisch unter unseren Forderungen“, sagte der Gewerkschafter. „Das werden die Kollegen in den Betrieben kaum akzeptieren.“

Bereits am vergangenen Montag waren die Bus- und Tramfahrer zur Durchsetzung ihrer Forderungen in vielen Landkreisen und kreisfreien Städten in einen sechsstündigen Warnstreik getreten. Auch im Februar hatte es im ganzen Land befristete Streiks gegeben.