Alarmierende Zahlen:

Immer mehr Drogen und Handys in Gefängnissen

In den Justizvollzugsanstalten werden oft verbotene Gegenstände entdeckt. Gleichwohl sind nicht alle damit zufrieden, wie Gefangene kontrolliert werden.

Die Mitarbeiter im Justizvollzug haben 2014 mehr Rauschmittel gefunden als im Vorjahr.
Hendrik Schmidt Die Mitarbeiter im Justizvollzug haben 2014 mehr Rauschmittel gefunden als im Vorjahr.

In den Brandenburger Haftanstalten werden bei Gefangenen immer häufiger Drogen sichergestellt. Die Zahl der Funde sei im vergangenen Jahr auf 41 gestiegen, teilte das Justizministerium auf Anfrage am Montag mit. Das waren elf Fälle mehr als 2013 und fast doppelt so viele wie 2010. „Das hängt sicher damit zusammen, dass auch intensiver gesucht wird“, sagte Justizsprecherin Maria Strauß. Auffällig sei, dass immer mehr synthetische Drogen wie Crystal Meth entdeckt würden. Früher sei es meist um Cannabis gegangen.

Auch die Zahl der beschlagnahmten Handys stieg – auf 109 im Vorjahr, das waren 27 mehr als 2013. Allein 40 Handys wurden in der Justizvollzugsanstalt Cottbus beschlagnahmt. Meist würden die Handys bei Kontrollen nach Besuchen sowie bei Durchsuchungen von Paketen entdeckt, erklärte Strauß.

Für Strafgefangene sind Handys verboten

Auch hier hänge der Erfolg von der Intensität der Kontrollen und der Technik ab. So habe sich der Einsatz sogenannter Handyfinder, die aktive Mobiltelefone aufspüren können, in allen Haftanstalten bewährt. Im geschlossenen Vollzug sind Handys strikt verboten.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum sagte, der Einsatz von „Handyblockern“ müsse in den Haftanstalten stärker als bisher geprüft werden. Solch ein Störsender wird laut einer Antwort der Landesregierung auf eine Parlamentarische Anfrage derzeit in einem Gefängnis getestet. Eichelbaum forderte auch mehr Personal für effektive Kontrollen der Zellen und Besucher. „Aufgrund des von der Landesregierung vorgenommenen Personalabbaus im Justizvollzug sind derartige Kontrollen, gerade am Wochenende und an Feiertagen kaum möglich“, kritisierte der Jurist.

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