Brandenburg besser als der Bundesdurchschnitt:

Immer weniger Arbeitsunfälle

Weniger Tote, vergleichsweise wenig Unfälle: Der jüngste Arbeitsschutzbericht für Brandenburg enthält gute Nachrichten. Allerdings kommt es auf die Branche an.

Auf Baustellen ist viel Vorsicht nötig, um Arbeitsunfälle zu vermeiden.
             
Patrick Pleul Auf Baustellen ist viel Vorsicht nötig, um Arbeitsunfälle zu vermeiden.  

Arbeiten in Brandenburg ist statistisch gesehen ungefährlicher als im Rest der Republik. Die Zahl der Arbeitsunfälle im Land liegt weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt, wie aus dem Arbeitsschutzbericht 2012 hervorgeht, den Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) in Potsdam vorstellte.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr rund 24 500 meldepflichtige Unfälle in der Mark. Bezogen auf 1000 Beschäftigte entspreche dies einer Quote von 22,9 Prozent, hieß es. Der Bundesdurchschnitt liege knapp darüber bei 23,4 Prozent.

Arbeitgeber und Beschäftigte gefordert

Arbeitgeber wie Beschäftigte seien gefordert, auf den Schutz der Gesundheit zu achten, mahnte Baaske. Termindruck und Routine dürften nicht zu Unaufmerksamkeit führen. „Ein falscher Schritt reicht bereits für ein großes Unglück.“ Sechs Menschen kamen 2012 bei der Arbeit in Brandenburg ums Leben – so wenig wie seit 1991 nicht mehr. Ein Jahr zuvor waren es noch zwölf gewesen. Jeder Einzelfall sei tragisch und sehr zu bedauern, sagte Baaske.

Das zuständige Landesamt für Arbeitsschutz kontrollierte im vergangenen Jahr fast 6500 Betriebsstätten – nach fast 7000 im Vorjahr. Die Kontrolleure beanstandeten rund 21 000 Mal nicht eingehaltene gesetzliche Bestimmungen zum Arbeitsschutz.

Starker Rückgang im Vergleich zu vor zehn Jahren

Vor zehn Jahren lag die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle, bei denen die Beschäftigten mindestens drei Kalendertage krank ausfielen, noch bei rund 37 000. Seitdem gab es einen deutlichen Rückgang. Psychische Erkrankungen haben dem Bericht zufolge in Brandenburg dagegen seit 2000 wesentlich stärker zugenommen als im Bundesvergleich. Die Brandenburger sind laut Baaske häufiger und länger krankgeschrieben als die Menschen in Westdeutschland. Im Land zwischen Elbe und Oder gebe es mehr Beschäftigte in den Bereichen Agrar, Forst und Bau, in denen Mitarbeiter eher krank oder verletzt sind.

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