Empfehlung gegen Schließung von Schulen:

In der Uckermark sollen Grundschüler öfter pendeln

In den kommenden Jahren wird es in Brandenburg immer weniger Schüler geben. Davon sind insbesondere Grundschulen auf dem Land bedroht. Nun gibt es Vorschläge zur Lösung des Problems.

Auch für junge Schüler verändert der Wandel in der Region voraussichtlich einiges.
Franziska Kraufmann Auch für junge Schüler verändert der Wandel in der Region voraussichtlich einiges.

Grundschüler in der Uckermark müssen künftig unter Umständen schon nach der vierten Klasse die Schule wechseln. Überall wo Grundschulen die Mindestzahl von 90 Schülern verfehlen, sollen sie nach Empfehlung der Demografiekommission des Potsdamer Bildungsministeriums zu Filialen einer benachbarten Schule werden. Dabei sollen an allen Standorten die Klassen 1 bis 4 angeboten werden, der Fachunterricht der Klassen 5 und 6 allerdings an einem Standort konzentriert werden.

Bis 2030 wird die Geburtenzahl nach Angaben des Landesamtes für Statistik von derzeit 19 000 auf 9000 sinken. Mittelfristig wird die Uckermark vom demografischen Wandeln wohl besonders betroffen sein. Schon im Schuljahr 2012/2013 hatte etwa die Grundschule Uckerland lediglich 102 Schüler in sechs Klassen, die Schule in Fürstenwerder kam auf 112 Schüler in sechs Klassen, die Regenbogengrundschule in Brüssow auf 103 Schüler in fünf Klassen.

Deswegen wurde die Uckermark von der Demografiekommission besonders beachtet. „Dabei ging es aber nicht um konkrete Standortschließungen“, sagte die Vorsitzende der Kommission, Ute Erdsieck-Rave. Und bei konsequenter Anwendung des Filialmodells würden sich die Fahrzeiten für die Schüler der Klassen 5 und 6 ihren Worten zufolge gerade mal um durchschnittlich zehn bis fünfzehn Minuten verlängern.

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