Jahrestagung in Angermünde:

Innenstädte sollen attraktiver werden

Vielerorts gibt es das gleiche Problem: Das Zentrum ist oft menschenleer. Was sich Prenzlau und andere märkische Kommunen dagegen einfallen lassen.

Prenzlau versucht, mit Veranstaltungen wie der Kulinarischen Meile die Friedrichstraße zu beleben.
Claudia Marsal Prenzlau versucht, mit Veranstaltungen wie der Kulinarischen Meile die Friedrichstraße zu beleben.

Brandenburgs historische Innenstädte suchen eine Zukunftslösung: Leer stehende Geschäfte sollen der Vergangenheit angehören. Es seien neue Ideen gefragt, die für frischen Wind sorgen und Käufer anlocken, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Niels Busch-Petersen, am Donnerstag in Angermünde (Uckermark). 80 Prozent der Verkaufsflächen im Land liegen derzeit außerhalb der städtischen Zentren. Diese würden damit an Attraktivität verlieren.

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen berieten am Donnerstag auf ihrer Jahrestagung, wie Innenstädte lebendiger werden können. Seit Jahresanfang läuft bereits eine Aktion, neue Einwohner vor allem aus dem Berliner Raum anzuwerben, damit auch die berlinferneren Regionen Brandenburgs wieder attraktiver werden. Neben günstigen Mieten sowie vorhandenen Schulen und Kindertagesstätten entscheiden nicht selten auch wohnortnahe Geschäfte oder lebendige Innenstädte über einen Umzug, wissen die Kommunen. 30 sind in der Arbeitsgemeinschaft vertreten.

Viele Gründe für Leerstand von Läden

Es gebe viele Gründe für den Leerstand der Läden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft und Bürgermeister von Treuenbrietzen, Michael Knape. Zum einen sei es die sinkende Zahl der Einwohner, die zudem auch immer älter werden. Zudem konzentriere sich der Handel oft an den Stadträndern. Mit gemeinsamen Werbeaktionen oder flexiblen Öffnungszeiten sollen Käufer und Besucher angelockt werden und den Umsatz ankurbeln, sagte Knape. Auch Sonntagsöffnungen seien ein wichtiger Punkt.

In Beeskow hat der Mittelstandsverein das Konzept von langen Shopping-Nächten entwickelt. Daneben haben sich eine Reihe von Mode- und Bekleidungsgeschäften zusammengeschlossen. Einmal im Jahr gibt es eine große Modenschau. In Bernau werben Einzelhändler mit barrierefreien Angeboten und auch die uckermärkische Kreisstadt Prenzlau belebt gerade die historische Mitte neu.

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