:

Insekten geht es an den Kragen

Sie verursachen Fraßschäden an Bäumen und können für Menschen ebenfalls gefährlich sein. Nun sollen Eichenprozessionsspinner wieder bekämpftwerden. Dagegen gibt es Kritik.

Nicht nur vor den Chemikalien muss beim Sprühen ausreichend Schutz gewährleistet sein. Durch den Hautkontakt mit den Insekten kann es zu allergischen Reaktionen kommen.
Bodo Marks Nicht nur vor den Chemikalien muss beim Sprühen ausreichend Schutz gewährleistet sein. Durch den Hautkontakt mit den Insekten kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Von Ende April an soll der Eichenprozessionsspinner in Brandenburg mit Schädlingsbekämpfungsmitteln aus der Luft besprüht werden. 14 Tage lang seien diese Aktionen über Eichenwäldern geplant, teilte das Umweltministerium mit. Schwerpunkte lägen in den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Havelland. Dabei würden etwa 1200 Hektar Waldfläche behandelt. Dafür plant das Ministerium Mittel in Höhe von 350 000 Euro ein. Der Befall ist laut Ministerium in diesem Jahr geringer als 2014. Das sei eine Folge der Sprühaktionen vergangener Jahre.

Der NABU Brandenburg kritisiert den großflächigen Einsatz des Insektizids in Wäldern. Das Gift-Sprühen stelle einen massiven Eingriff in das sensible Waldökosystem dar. Zum Schutz der Menschen fordert der NABU eine Bekämpfung des Schädlings in der Nähe von Gebäuden, Spielplätzen oder Schulen. Der Eichenprozessionsspinner sollte jedoch abgesaugt und verbrannt werden. Der Eichenprozessionsspinner breitet sich seit 2004 massiv in Brandenburg aus und verursacht Fraßschäden an Bäumen. Die Brennhaare der Raupen können Menschen und Tieren gefährlich werden. Sie lösen bei Kontakt allergische Reaktionen aus.