Neuer Anlauf:

Jetzt gibt es Paprika aus Brandenburg

Traditionell kommt das würzige Gemüse aus Südeuropa. In der Region ist der Anbau ein Versuch.

Die Paprikaernte hat begonnen.
Patrick Pleul Die Paprikaernte hat begonnen.

Die ersten unter Glas gewachsenen Paprika Made in Brandenburg werden derzeit geerntet. Pro Tag seien es fünf bis acht Tonnen, sagte die Geschäftsführerin des märkischen Obst- und Gemüseanbauers Werder Frucht, Petra Lack. Meist seien es rote Früchte. Sie gehen vor allem in den Handel der Region.

Das Unternehmen hat in diesem Jahr erstmals das Gemüse ins Programm genommen. Mit einer Investitionssumme von etwa sieben Millionen Euro entstanden auf knapp fünf Hektar Gewächshäuser in Bralitz bei Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland).

Bereits vor etwa zehn Jahren wollte der Betrieb aus Werder in den Paprika-Anbau einsteigen. Wegen mangelnder Nachfrage wurde das Projekt aber auf Eis gelegt. „Ob es sich diesmal rechnet, entscheiden wir zum Ende der Saison“, sagte Lack. Die Ernte in den Gewächshäusern soll bis zum Herbst laufen. Nur etwa zwei Prozent der bundesweit verkauften knapp 300 000 Tonnen Paprika (2013) sind aus einheimischer Produktion. Das Gemüse in deutschen Geschäften stammt vor allem von holländischen und südeuropäischen Lieferanten.

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