Biesenbrower Teichlandschaft wieder komplett:

Jetzt kann das Wasser steigen

Bald liegt die Biesenbrower Teichlandschaft nicht mehr trocken. Der marode Damm wurde saniert. Doch es war nicht in erster Linie die Fischerei, die den Ausschlag für die 1,2  Millionen Euro teure Reparatur gaben.

Das Auslaufbauwerk wurde komplett neu gebaut. An dieser Stelle war der Damm 2008 abgerutscht.
Das Auslaufbauwerk wurde komplett neu gebaut. An dieser Stelle war der Damm 2008 abgerutscht.

Ende Oktober wird das Wasser erstmals nach sechs Jahren wieder im Biesenbrower Mühlenteich steigen. Das kündigte der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Welse Karsten Stornowski am Mittwoch an. 600 Meter Damm waren dort in den vergangenen Monaten komplett neu aufgeschichtet worden. Das sogenannte Auslaufbauwerk, über das der Teich in den Wintermonaten abgelassen wird, ist ebenfalls ein Neubau.

1,2 Millionen Euro investierte das Land Brandenburg, damit sich der erste von insgesamt drei Fischteichen am Rande der Biesenbrower Gemarkung wieder füllen kann. Im Frühjahr 2008 kam der Damm ins Rutschen. Innerhalb weniger Stunden musste ein Noteinsatz gefahren werden. Der notdürftig geflickte Damm hielt, das Wasser konnte kontrolliert abgelassen werden. Seitdem stand der Teich leer.

Damm wichtig für Naturschutz

Es wurden danach zwei Varianten diskutiert, wie mit dem Teich umgegangen wird: den Damm wieder aufbauen oder eine Sumpflandschaft entstehen lassen. „Es stand ziemlich schnell fest, dass der Wiederaufbau Priorität hatte“, so Stornowski.

Der Grund dafür lag nicht in erster Linie in der Wiederaufnahme der Fischerei, sondern im Naturschutz. „Die Brandenburger Teichlandschaft ist aus unserer Sicht für den Naturschutz sehr wertvoll, sie bilden sozusagen einen Ersatz für die verloren gegangenen Flussauenlandschaften“, sagt Axel Steffen, Abteilungsleiter für Naturschutz im brandenburgischen Umweltministerium.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung