Rund 250 Tiere:

Junge Störe in die Havel ausgesetzt

Die urzeitlichen Fische waren fast ausgestorben. Mit dem bewussten Ansiedeln sollen sie in Flüssen wieder zu Wildtieren werden.

Umweltminister Jörg Vogelsänger persönlich setzte einige Jungtiere ins Wasser.
Bernd Settnik Umweltminister Jörg Vogelsänger persönlich setzte einige Jungtiere ins Wasser.

Rund 250 Jungstöre hat Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) in der Havel ausgesetzt. „Das ist ein wichtiger Schritt zur Wiederansiedlung des Störs in Brandenburg“, sagte er am Dienstag am Potsdamer Havelufer. „Für dieses Projekt brauchen wir aber noch viel Geduld.“ Denn bis der Stör wieder in märkischen Flüssen heimisch ist, wird es nach Angaben des Ministeriums noch Jahrzehnte dauern. Die markierten Jungstöre treten nun ihre Reise in die Nordsee an und kehren nach etwa 15 Jahren zum ersten Mal zum Laichen zurück.

Der Stör lebt bereits seit 200 Millionen Jahren auf der Erde. Nicht zuletzt wegen des Kaviars gehört er zu den am meisten vom Aussterben bedrohten Speisefischen. Bereits seit 1996 gibt es daher ein Projekt zum Wiederaufbau der Bestände des Europäischen und Baltischen Störs in Flüssen des Einzugsgebietes von Nord- und Ostsee. Bis Ende 2014 wurden 750 000 kleine Störe in die Oder gesetzt, in diesem Jahr sollen es noch einmal bis zu 250 000 Tiere werden. Auch in der Havel und der Elbe sollen dieses Jahr zweimal Störe ausgesetzt werden.

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